Proteste gegen EZB gipfeln in Krawall

Den anfangs friedlichen Protesten folgten später handfeste Auseinandersetzung von Demonstranten und Polizisten.
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Den anfangs friedlichen Protesten folgten später handfeste Auseinandersetzung von Demonstranten und Polizisten.

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23. November 2014, 14:01 Uhr

Anhänger des bankenkritischen Blockupy-Bündnisses haben sich am neuen EZB-Gebäude in Frankfurt Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Dabei wurden am Sonnabend auf beiden Seiten mehrere Menschen leicht verletzt. Die Polizei nahm drei Demonstranten vorübergehend fest. Sie griff ein, als Aktivisten nach einer zunächst friedlichen Demonstration den Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Farbbeuteln und Steinen bewarfen. Rund 80 Blockupy-Anhänger waren über Bauzäune geklettert und so auf das Gelände gelangt. Beamte seien zudem massiv mit Tritten und Schlägen angegriffen worden, sagte ein Polizeisprecher. Daraufhin habe es einen gezielten Einsatz von Pfefferspray gegeben. Die Veranstalter sprachen von bis zu 3000 Teilnehmern, die Polizei zählte rund 2000 Demonstranten. Neun Beamte wurden nach Polizeiangaben verletzt. 20 Demonstranten bekamen laut Blockupy Pfefferspray ab. Die EZB stellte laut Polizei Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar. Die Demonstration richtete sich gegen das „Krisenmanagement“ in Europa.

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