Prokon-Gründer soll Millionen verjubelt haben

shz.de von
06. Juni 2014, 17:32 Uhr

Für Carsten Rodbertus, Gründer und langjähriger Chef des insolventen Windenergie-Unternehmens Prokon, könnte es eng werden. Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin prüft Schadenersatzansprüche gegen den 53-Jährigen. Dessen Geschäftsführung habe bei den Gläubigern bisher Schäden von mehr als einer halben Milliarde Euro verursacht, teilte Penzlin gestern in Hamburg mit.

„In diesem Zusammenhang lasse ich Schadenersatzansprüche gegen ihn prüfen, schwerpunktmäßig wegen unzureichend gesicherter Darlehensvergaben“, erklärte Penzlin. Aber auch andere Sachverhalte wie der Kauf einer Cessna auf Firmenkosten für das von Rodbertus privat betriebene Fallschirmspringen könnten Ansprüche auf Schadenersatz begründen. Die Staatsanwaltschaft prüft ein Ermittlungsverfahren.

Rodbertus erklärte gegenüber unserer Zeitung, er nehme die Tätigkeiten und Aussagen des Herrn Penzlin „nur zur Kenntnis“. Der genannte Verlust gründe im Wesentlichen darauf, dass das Unternehmen zerschlagen werde. Seite 5

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