Tweet gegen Kim Jong Un : Präsident Donald Trump über Atomwaffenknopf: Seiner sei „größer & mächtiger“

Der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea verschärft sich immer wieder. Beide  Staatsoberhäupter vermissen an diplomatischen Feinheiten.
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Der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea verschärft sich immer wieder. Beide Staatsoberhäupter vermissen an diplomatischen Feinheiten.

Der Verbalkampf zwischen den USA und Nordkorea sorgt weiter für Spannungen. Vor allem die Nuklearwaffen stehen im Fokus.

shz.de von
03. Januar 2018, 08:58 Uhr

Washington/Pjöngjang | Im Atomstreit mit Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump seine ohnehin schon bemerkenswerte Rhetorik gegen Staatschef Kim Jong Un präzisiert und via Twitter mit der Größe seines Atomwaffenknopfs gedroht. Kim habe just erklärt, dass sein „Atomwaffenknopf immer auf seinem Schreibtisch“ sei, schrieb Trump am Dienstagabend. „Wird jemand aus seinem verarmten und ausgehungertem Regime ihn bitte darüber informieren, dass auch ich einen Atomwaffenknopf habe“, so der US-Präsident. „Aber er ist viel größer & mächtiger als seiner, und mein Knopf funktioniert!“

 

In seiner Neujahrsansprache am Montag hatte Kim gesagt, der „Atomwaffenknopf“ befinde sich immer auf seinem Schreibtisch. Die gesamte USA seien in Reichweite nordkoreanischer Atomwaffen. „Das ist Realität, keine bloße Drohung“.

Die amerikanische UN-Bots chafterin Nikki Haley hatte Nordkorea zuvor vor einem weiteren Raketentest gewarnt. „Wir hören Berichte, dass Nordkorea möglicherweise einen weiteren Raketentest plant“, sagte Haley am Dienstag in New York. „Ich hoffe, das wird nicht passieren.

Aber falls es doch passiert, müssen wir noch härtere Maßnahmen gegen das nordkoreanische Regime ergreifen“, so Haley. Die USA würden niemals eine Atommacht Nordkorea akzeptieren.

Nach dem jüngsten Test einer neuen Interkontinentalrakete durch Nordkorea Ende November hatte der UN-Sicherheitsrat erst vor Weihnachten die Sanktionen gegen das Land noch mal verschärft. Unter anderem wird die Lieferung von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an Nordkorea danach weiter begrenzt. Pjöngjang hatte angegeben, mit der Hwasong-15 genannten Rakete das gesamte Festland der USA erreichen zu können.

Der Tweet ist nicht die erste Twitter-Keule gegen Kim Jong Un. So nannte Trump seinen Feind bereits abschätzig „Raketenmann“ und witzelte, er würde ihn niemals „klein und fett“ nennen.

 
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