Stormy Daniels : Pornodarstellerin verklagt Donald Trump

Im Februar sprach Stephanie Clifford, bekannt als Stormy Daniels, über ihre angebliche Affäre mit Donald Trump in einem Interview.

Im Februar sprach Stephanie Clifford, bekannt als Stormy Daniels, über ihre angebliche Affäre mit Donald Trump in einem Interview.

Eine Pornodarstellerin will über eine angebliche Affäre mit dem US-Präsidenten reden – und zieht dafür vor Gericht.

shz.de von
07. März 2018, 11:30 Uhr

Die Pornodarstellerin Stephanie Clifford – bekannt geworden, weil sie 2006 eine Affäre mit Donald Trump gehabt haben soll – hat Klage gegen den US-Präsidenten eingereicht. Der Grund ist eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die sie daran hindert, über die Affäre zu reden. Das geht aus Gerichtsunterlagen vom Dienstag (Ortszeit) hervor.

Die als „Stormy Daniels“ agierende Clifford behauptet nach Darstellung ihres Anwalts, nicht Trump, sondern dessen Anwalt habe eine Vereinbarung zur Nichtveröffentlichung von Details der sexuellen Begegnung zwischen Trump und der Schauspielerin unterschrieben.

Damit sei aus ihrer Sicht die Abmachung, nicht öffentlich über das Thema zu reden, „hinfällig und nichtig“, heißt es in den Gerichtsunterlagen. Mit der Klage will Clifford erreichen, dass die Erklärung für ungültig erklärt wird.

Trumps Anwalt Michael Cohen, der als sein „Problemlöser“ beschrieben wird, hatte im Februar erklärt, er habe 130.000 US-Dollar an Clifford aus eigener Tasche gezahlt. Zum Zweck der Zahlung äußerte er sich nicht. Medienberichten zufolge handelt es sich um Schweigegeld, damit Clifford nicht über die Sex-Affäre mit Trump spricht.

Die Zahlung trug sich 2016 mitten im Präsidentschaftswahlkampf Trumps zu. Das macht die Affäre politisch. Das Promi-Magazin „Intouch“ hatte im Februar ein Interview mit Clifford veröffentlicht, in dem sie von der angeblichen Begegnung mit Trump im Jahr 2006 berichtet. Ein Jahr zuvor hatten die Trumps geheiratet.

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