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Istanbul : PKK-Splittergruppe bekennt sich zu Anschlag auf Polizeibus

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Bei dem Attentat waren elf Menschen getötet worden. Sicherheitskräfte werden in der Türkei regelmäßig zum Ziel von Anschlägen.

shz.de von
erstellt am 10.Jun.2016 | 10:56 Uhr

Istanbul | Eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Partei PKK hat sich zum Bombenanschlag auf einen Polizei-Bus in Istanbul bekannt. Bei dem Attentat in der Altstadt der türkischen Metropole waren am Dienstag elf Menschen getötet worden, darunter sechs Polizisten.

Es habe sich um Rache für getötete PKK-Kämpfer in der südosttürkischen Stadt Nusaybin gehandelt, teilten die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) am Freitag auf ihrer Internetseite mit.„Wir warnen erneut alle ausländischen Touristen, die in der Türkei sind oder in die Türkei kommen möchten. Ausländer sind nicht unsere Zielscheibe, aber die Türkei ist nicht länger ein sicheres Land“, heißt es in dem Bekennerschreiben.

Istanbul ist immer wieder ein Ziel für Anschläge: Erst am Vortag hatte sich die PKK zu einem Anschlag in südosttürkischen Stadt Midyat bekannt. Dort hatte sich am Mittwoch ein Selbstmordattentäter in einem Wagen vor dem Polizei-Hauptquartier in die Luft gesprengt und sechs Menschen mit in den Tod gerissen.

Am 19. März hatten vermutlich Terroristen der Islamistenmiliz Islamischer Staat eine Bombe auf einer Einkaufsmeile in Istanbul gezündet. Dabei kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Im Januar hatte sich ebenfalls ein IS-Kämpfer auf dem Sultan-Ahmed-Platz in die Luft gesprengt und elf Deutsche einer Reisegruppe getötet.

Die Lage in der Türkei ist entsprechend angespannt – seit über 30 Jahren schwelt der Streit zwischen der Regierung und der kurdischen Untergrundorganisation PKK. Worum es genau geht, können Sie hier nachlesen.

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