Ukrainischer Präsident : Petro Poroschenko fordert Ja der SPD zur GroKo – sonst nütze es Putin

Petro Poroschenko warnt davor, dass die politische Instabilität in Deutschland dem russischen Präsidenten nützen könnte.
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko.

Es sei für Deutschland und die ganze Welt wichtig, dass es schnell eine Regierung gibt, sagt der 52-Jährige.

shz.de von
12. Februar 2018, 11:33 Uhr

Berlin | Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat die SPD-Mitglieder aufgefordert, der Koalition mit der Union zuzustimmen. Russlands Präsident Wladimir Putin „freut sich immer dann, wenn es irgendwo auch nur den Ansatz von politischer Instabilität gibt“, sagte Poroschenko der „Bild“-Zeitung. „Es ist deshalb nicht nur für Europa, sondern die ganze Welt wichtig, dass es in Deutschland schnell eine Regierung gibt.“

Die Ex-Sowjetrepublik Ukraine führt in ihrem Osten seit 2014 Krieg gegen prorussische Separatisten, hinter denen sich die Moskauer Militärmacht verbirgt. Russland hatte sich die Schwarzmeerhalbinsel Krim im selben Jahr einverleibt. Als Reaktion hatten die Vereinigten Staaten unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama und die Europäische Union gegen Russland Sanktionen erlassen. Die USA unter Trump teilten kürzlich mit, die Ukraine mit Waffenlieferungen unterstützen zu wollen.

Er habe sich sehr über die klaren Aussagen im Koalitionsvertrag zur Ukraine gefreut, fügte der Präsident hinzu. „Diejenigen, die jetzt im Mitgliederverfahren bei der SPD über diese Koalition entscheiden, sollten auch die wichtige deutsche Rolle auf der Welt nicht vergessen.“

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