Präsidentschaftswahlen in Frankreich : Penelope Fillon stärkt ihrem Mann den Rücken

Der konservative französische Präsidentschaftskandidat Francois Fillon (r) und seine Frau Penelope hier bei einer Wahlkampfveranstaltung im Januar in Paris, Frankreich.

Der konservative französische Präsidentschaftskandidat Francois Fillon (r) und seine Frau Penelope hier bei einer Wahlkampfveranstaltung im Januar in Paris, Frankreich.

François Fillons Wahlkampf wird seit Wochen vom Verdacht einer Scheinbeschäftigung seiner Frau auf Parlamentskosten belastet.

shz.de von
05. März 2017, 10:56 Uhr

Paris | Erstmals seit Bekanntwerden der Scheinbeschäftigungsaffäre hat sich die Frau des schwer angeschlagenen französischen Präsidentschaftskandidatin François Fillon geäußert. Penelope Fillon sagte der Sonntagszeitung „Journal du Dimanche“, sie habe ihrem Mann jeden Tag gesagt, den Weg bis zum Ende fortzusetzen. Letztendlich werde aber er entscheiden. Mit ihren Aussagen wolle sie den Gerüchten ein Ende machen. Ihr Mann will seinen Kritikern am Sonntagnachmittag mit einer Großkundgebung in Paris entgegentreten.

Fillons Wahlkampf wird seit Wochen vom Verdacht einer Scheinbeschäftigung seiner Frau auf Parlamentskosten belastet, die Justiz ermittelt. Für den 63-Jährigen steht viel auf dem Spiel: Zahlreiche Politiker aus dem eigenen Lager hatten in den vergangenen Tagen seinen Rückzug gefordert, um einen Ersatzkandidaten ins Rennen zu schicken. Die Lage hatte sich für Fillon weiter zugespitzt, als er für Mitte März von Ermittlungsrichtern vorgeladen wurde. Dabei droht ihm die Eröffnung eines Verfahrens.

Penelope Fillon sagte, sie habe für ihren Mann gearbeitet. So habe sie ihn unter anderem zu Auftritten in seinem Wahlbezirk begleitet. Darüber hinaus habe sie den Mailverkehr bearbeitet. Sie habe für ihren Mann schriftliche Notizen und Informationsblätter vorbereitet.

Er habe absolutes Vertrauen in sie gehabt. Sie deutete an, dass sie auch gewusst habe, dass ihre Kinder als Mitarbeiter ihres Mannes bezahlt worden seien. „Alles war legal und ausgewiesen.“

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