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Randale während Demonstration : Pegida in Dresden: Autos in Flammen

vom
Aus der Onlineredaktion

Während der Montagsdemonstration der islamfeindlichen Bewegung in der sächsischen Hauptstadt werden mehrere Autos durch Feuer zerstört. Sie standen auf einem für Demonstrationsteilnehmer üblichen Parkplatz.

shz.de von
erstellt am 26.Jan.2016 | 08:14 Uhr

Dresden | Am Rande der allwöchentlichen Demonstration der islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung sind am Montagabend in Dresden mehrere Autos in Flammen aufgegangen. Das bestätigte die Polizei. Es wird Brandstiftung vermutet.

Die Pegida-Bewegung demonstriert seit über einem Jahr jeden Montag gegen das, was ihre Anhänger für die „Islamisierung des Abendlandes“ halten. Mit den steigenden Flüchtlingszahlen seit dem Herbst 2015 hat die Bewegung wieder mehr Zulauf und mediale Aufmerksamkeit bekommen.

Die Autos standen auf einem Parkplatz unter der Marienbrücke, wo in der Regel viele Pegida-Anhänger ihre Wagen abstellen. Wie die Sächsische Zeitung berichtet sollen etwa zehn Autos gebrannt haben, die meisten wurden wohl komplett zerstört. Pegida-Sprecher Lutz Bachmann habe den Betroffenen noch auf der Bühne finanzielle Hilfe versprochen.

Die Brandanschläge gehen möglicherweise auf das Konto gewaltbereiter linker Pegida-Gegner, vermutet die Zeitung. Im Oktober war es in Dresden zweimal an Montagabenden zu Angriffen auf Autos von Teilnehmern der Pegida-Demonstrationen gekommen. Die Staatsschutz-Abteilung der Polizei hatte damals die Ermittlungen übernommen, weil ein politisches Motiv nahe lag.

Nach Angaben der Studentengruppe „Durchgezählt“ beteiligten sich diesmal 3000 bis 4000 Demonstranten an dem Pegida-Aufzug durch die Dresdner Innenstadt sowie 250 bis 350 Menschen an einer Gegendemonstration. Am Postplatz begegneten sich beide Demonstrationszüge in Hör- und Sichtweite. Eine Rauchbombe vernebelte zeitweise die Szenerie.

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