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Gare du Nord : Pariser Nordbahnhof wegen „Überprüfungen“ evakuiert

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Einer der größten Bahnhöfe weltweit musste geräumt werden. Festnahmen gab es nicht.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2017 | 07:06 Uhr

Paris | Europas größter Bahnhof ist bei einem Großeinsatz der französischen Sicherheitskräfte in Paris vorübergehend evakuiert worden. Die Pariser Polizei begründete den Einsatz am Gare du Nord in der Nacht zum Dienstag auf Twitter mit nicht näher erläuterten „Überprüfungen“. Medienberichten zufolge wurde der Nordbahnhof von bewaffneten Polizisten evakuiert und großräumig abgesperrt. Um kurz vor 2 Uhr morgens erklärte die Polizei den Einsatz für beendet, „die Rückkehr zum Normalzustand“ habe begonnen.

Wegen der Terrorgefahr gilt in Frankreich der Ausnahmezustand. Frankreich war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel islamistischer Anschläge.

Nach Informationen der Zeitung „Le Parisien“ hing die gegen 23 Uhr eingeleitete Evakuierung mit der Suche nach drei Männern zusammen, die als gefährlich gelten. Ein Augenzeuge habe der Polizei gemeldet, dass er die Männer in einem Zug erkannt haben will. Daraufhin sei der aus Valenciennes kommende TGV mit 211 Menschen an Bord geräumt worden.

Der Inlandgeheimdienst DGSI habe zuvor einen Hinweis aus einem befreundeten Land über die drei Männer erhalten. Seit vergangenem Freitag habe es Hinweise gegeben, wonach sie sich in Paris, Bordeaux oder Marseille aufhielten, so „Le Parisien“.

Die Präsidentschaftswahl am vergangenen Sonntag stand wegen der Terrorgefahr unter strengen Sicherheitsvorkehrungen - mehr als 50.000 Polizisten waren zum Schutz der Abstimmung abgestellt worden. Auch im Nachgang der Abstimmung sind die Sicherheitskräfte besonders sensibilisiert.

Der Gare du Nord ist der am meisten frequentierte Bahnhof Europas und einer der größten der Welt. Täglich passieren rund 700.000 Reisende das Drehkreuz. Vom Gare du Nord fahren auch die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge nach Nordrhein-Westfalen sowie die Eurostar-Züge nach London ab.

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