Paris: Zwölf Terrorhelfer gefasst

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16. Januar 2015, 12:57 Uhr

Neun Tage nach dem islamistischen Anschlag auf „Charlie Hebdo“ in Paris haben die Fahnder in Frankreich weitere zwölf Menschen festgenommen. Die Verdächtigen sollten in Polizeigewahrsam wegen möglicher Verbindungen zu den Attentätern vernommen werden, teilten die Ermittler mit. Es gehe um die Frage, ob sie den Terroristen Waffen oder Fahrzeuge organisierten und damit logistische Unterstützung für die Anschläge leisteten, bei denen die Attentäter 17 ihrer Opfer töteten.

Einem Nachrichtensender zufolge hat ein genetischer Fingerabdruck auf die Spur eines Verdächtigen geführt. Die Polizei hatte den Abdruck auf der Waffe eines Täters entdeckt. Andere Verdächtige wurden über Abhöraktionen identifiziert. Neben acht Männern sollen auch vier Frauen in Polizeigewahrsam gekommen sein.

„Wir dürfen keine Spur auslassen“, kommentierte der französische Außenminister Laurent Fabius am Rande eines Treffen mit seinem US-Kollegen John Kerry. Dabei bat Kerry um Verzeihung für sein Fehlen beim großen Gedenkmarsch für die Opfer der Terrorwelle. Er legte an den zwei Haupttatorten Kränze nieder.

Bei einer Trauerfeier in Pontoise nahmen gestern Hunderte Menschen Abschied von Stéphane Charbonnier, dem Chef des Satiremagazins. Der unter dem Künstlernamen Charb bekannte Zeichner war das prominenteste Opfer der Terroranschläge.

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