Papst Franziskus hat zu lange gewartet

08classiwe_benjaminsm

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26. März 2014, 15:04 Uhr

Nach Limburg führt kein Weg zurück. Papst Franziskus hat die einzig richtige Entscheidung getroffen, und das Rücktrittsgesuch des umstrittenen Skandalbischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst angenommen. Alles andere wäre auch nicht mehr verständlich gewesen.

Für die katholische Kirche ist diese Entscheidung ein Hoffnungszeichen. Nach dem Augsburger Bischof Walter Mixa wird zum zweiten Mal ein deutscher Bischof auf Druck der Basis in den Ruhestand versetzt. Das Amt des Bischofs ist nicht mehr irgendetwas Überirdisches. Gewartet hat der Papst allerdings viel zu lange – und damit wohl den größten Schaden angerichtet. Zu wenig noch hat Rom begriffen, dass es der Institution Kirche eben gerade nicht dient, wenn sie fehlbare Amtsträger schützt – beim sexuellen Missbrauchs ebenso wie bei Geldverschwendung und Luxusleben. Und nötig ist nun auch eine sorgfältigere und transparentere Personalauswahl: Es wäre fatal, würde etwa das Erzbistum Hamburg einen Bischof vom Schlage eines Tebartz-van Elst erhalten.

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