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Finanzskandal mit Briefkastenfirmen : Panama Papers: Pakistan setzt Premierminister Sharif ab

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Wegen illegaler Briefkastenfirmen der Kinder hat Pakistans Oberstes Gericht den Ministerpräsidenten seines Amtes enthoben.

Islamabad | Der Oberste Gerichtshof Pakistans hat Ministerpräsident Nawaz Sharif seines Amtes enthoben. Das meldeten am Freitag pakistanische Medien. Hintergrund sind Vorwürfe und mehrere Gerichtsverfahren wegen Geldwäsche und Korruption. 2016 waren im Zuge des internationalen Panama-Papers-Skandals Dokumente mit den Namen von Kindern des Regierungschefs aufgetaucht, nicht aber sein eigener.

Der isländische Premierminister David Gunnlaugsson trat aufgrund der Enthüllungen über Panama Papers zurück. Zu Amtsenthebungen ist es in den westlichen Staaten aber nicht gekommen.

In Pakistan kann ein Ministerpräsident des Amtes enthoben werden, wenn sich herausstellt, dass er Vermögen verborgen hat. In einem ersten Verfahren vor dem Obersten Gericht im Frühjahr waren sich die fünf Richter des Verfahrens nicht einig über die Bewertung der angeblichen Verfehlungen Sharifs gewesen. Zwei Richter hatten für seine Entlassung gestimmt, drei dagegen. Die Richter hatten dann eine Ermittlungskommission ernannt, die vor kurzem in einem Hunderte Seiten langen Bericht zu dem Schluss gekommen war, dass es „krasse Lücken“ in den Nachweisen zum Vermögen der Sharif-Familie gebe.

Beobachter waren sich uneinig, ob das für eine Amtsenthebung reicht. Medien hatten 2016 Details über gut 200.000 Briefkastenfirmen der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca veröffentlicht, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung führte zu weltweiten Ermittlungen und einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche. Auch Deutsche hatten sich über Briefkastenfirmen steuerlich erleichtert.

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erstellt am 28.Jul.2017 | 10:26 Uhr

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