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Österreich: Knappe Mehrheit für große Koalition

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Die große Koalition hat bei der Parlamentswahl in Österreich nach einer ersten Hochrechnung ihre Mehrheit trotz Verlusten knapp behaupten können.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2013 | 17:20 Uhr

Die sozialdemokratische SPÖ und die konservative ÖVP kommen nach einer Hochrechnung des ORF nach Auszählung von 37 Prozent der Stimmen gemeinsam auf knapp über 50 Prozent. Im Nationalrat mit seinen 183 Sitzen haben beide Parteien 97 Mandate, fünf mehr als die nötigen 92 Mandate. Stärkste Partei bleibt trotz eines historischen Tiefstands mit 26,4 Prozent die SPÖ mit Bundeskanzler Werner Faymann.

Die ÖVP stürzte nach den Prognosen um 2,2 Prozentpunkte auf 23,8 Prozent ab. Damit liegen die Konservativen nur knapp vor den Rechten: Die FPÖ holte mit einem Plus von 4,8 Prozentpunkten 22,4 Prozent. Die Grünen kamen mit einem Plus von 0,8 Prozentpunkten auf 11,2 Prozent.

Zwei neugegründete Parteien schaffen laut Hochrechnungen direkt den Einzug in den Nationalrat: Das Team Stronach des 81-jährigen Milliardärs Frank Stronach kam auf zunächst 6 Prozent. Die liberalen Neos schaffen mit 4,7 Prozent knapp den Sprung über die in Österreich geltende Vier-Prozent-Hürde. Gescheitert ist nach den Prognosen die Ex-Jörg-Haider-Partei BZÖ mit 3,7 Prozent. Bei den Wahlen 2008 hatte das damals noch vom später tödlich verunglückten Rechtspopulisten Haider geführte Bündnis noch 10,7 Prozent geholt.

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