Nur ein erster Schritt zu mehr Sicherheit

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02. April 2019, 15:08 Uhr

 Debatte um Maßnahmenpaket

Seit Jahrzehnten ist die Infrastruktur in unserem Land auf Autofahrer ausgelegt. Autos brauchen zunehmend mehr Platz – vor allem in Innenstädten. Radfahrer fristen ihr Dasein im Schatten der Straße auf maroden Radwegen. Radfahren aber ist gesund, umweltfreundlich und günstig, die Parkplatzsuche ist einfach und man steht nicht im Stau. Daher ist es keine Überraschung, dass immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen. Der steigende Anteil des Radverkehrs und die unzureichende Infrastruktur führen aber zwangsläufig zu Konflikten mit dem motorisierten Verkehr. Gefährliche Situationen und im schlimmsten Fall tödliche Unfälle sind die Folge. Klar ist: Hinter Lenker und Lenkrad sitzen nicht immer Engel. Dennoch ist die Forderung nach Gleichberechtigung richtig. Nun sollen konkrete Vorschläge für eine Novellierung der Straßenverkehrsordnung diskutiert werden, um die Sicherheit der Radler zu erhöhen. Das ist begrüßenswert und ein erster Schritt, sichere Radinfrastruktur entsteht so aber nicht. Es muss die Frage gestattet sein: Wer kontrolliert künftig die gesetzlichen Mindestabstände oder das Tempo abbiegender Lkw?

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