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Konflikt mit den USA : Nordkorea warnt UN vor Ausbruch eines Atomkriegs

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Die nordkoreanische Regierung fühlt sich extrem von den USA bedroht und kündigt einen Vergeltungsschlag an.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 08:20 Uhr

New York | Nordkoreas stellvertretender UN-Botschafter Kim In Ryong hat vor den Vereinten Nationen vor dem Ausbruch eines Atomkriegs gewarnt. Die Situation in Nordkorea habe einen „sehr riskanten Punkt erreicht“, sagte Kim In Ryong am Montag vor dem Abrüstungsausschuss der UN. „Kein anderes Land auf der Welt hat für so eine lange Zeit eine solch extreme und direkte nukleare Bedrohung von den USA hinnehmen müssen“, sagte er.

Inmitten des verschärften Konflikts um Nordkoreas Atomprogramm haben die Streitkräfte der USA und Südkoreas am Montag ein großes Seemanöver vor der Küste der koreanischen Halbinsel begonnen. An dem fünftägigen Manöver werden sich etwa 40 Marineschiffe einschließlich des Flugzeugträgers USS Ronald Reagan sowie zweier US-Zerstörer beteiligen.

Nordkorea unterstütze die Bemühungen der Vereinten Nationen um eine nukleare Abrüstung auf der Welt, so Kim In Ryong. Aufgrund der aktuellen Bedrohung durch die Vereinigten Staaten sei für sein Land eine Unterzeichnung des internationalen Atomwaffensperrvertrags jedoch nicht möglich, so Kim In Ryong. Er drohte den USA zudem damit, dass sie bei einem weiteren Vordringen in den militärischen Einzugsbereich Nordkoreas mit einem Vergeltungsschlag zu rechnen hätten.

Am Sonntag hatte US-Außenminister Rex Tillerson bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten um eine diplomatische Lösung im Konflikt mit Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm bemüht seien: „Diese diplomatischen Bemühungen werden weitergehen, bis die erste Bombe fällt“, sagte Tillerson dem Sender CNN.

Trump besucht Nordkoreas Nachbarn

Vor dem Hintergrund des schweren Konflikts mit Nordkorea will der US-Präsident zudem im November zu einer langen Asienreise aufbrechen. Das Weiße Haus gab am Montag in Washington Details zu der bereits angekündigten Reise bekannt.

Trump bricht am 3. November auf und macht zunächst Station auf Hawaii. Danach besucht Trump Japan, Südkorea, China, Vietnam und die Philippinen. Am 14. November geht es zurück nach Washington. Auf Hawaii wird Trump Pearl Harbor und das Pazifikkommando besuchen.

Den Besuch in Asien beginnt Trump am 5. November in Japan, wo er unter anderem mit Premier Shinzo Abe zusammenkommt. Am 7. November trifft Trump in Südkorea ein. Neben einer Unterredung mit Präsident Moon Jae In wird Trump auch eine Rede im Parlament halten. Nach der Weiterreise nach China stehen am 8. November in Peking Treffen mit Präsident Xi Jinping und eine Reihe anderer bilateraler Treffen sowie Kulturveranstaltungen an.

US-Präsident Donald Trump und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe begrüßen sich während der UN-Vollversammlung Ende September.
US-Präsident Donald Trump und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe begrüßen sich während der UN-Vollversammlung Ende September. Foto: Evan Vucci/dpa
 

Am 10. November reist Trump nach Danang in Vietnam. Dort nimmt er am Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) teil. Am Rande des Gipfels will der US-Präsident eine Rede zu Amerikas „Vision einer freien und offenen Region des Indischen Ozeans“ halten. Am 11. November trifft Trump in Hanoi ein.

Letzte Station der Reise sind die Philippinen, wo Trump am 12. November in Manila zum Gipfel der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean) kommt. Am 13. November wird der US-Präsident zu bilateralen Gesprächen unter anderem Rodrigo Duterte treffen, den umstrittenen Präsidenten der Philippinen.

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