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Otto Warmbier : Nordkorea: US-Student muss 15 Jahre ins Straflager

vom

Weil er ein Poster gestohlen hat, wird Otto Warmbier von einem Gericht in Nordkorea verurteilt. Pjöngjang sieht in ihm einen Staatsfeind.

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2016 | 08:12 Uhr

Seoul | Das Oberste Gericht im weithin isolierten Nordkorea hat nach Medienberichten einen US-Studenten wegen des Vorwurfs staatsfeindlicher Handlungen zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Nach einem nordkoreanischen Atomtest am 6. Januar und einem ebenfalls weltweit kritisierten Raketenstart des Landes einen Monat später haben die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA deutlich zugenommen. Die Festnahme des Studenten ist ein weiterer Affront.

Bei dem Verurteilten handle es sich um den Amerikaner Otto Warmbier, der seit Anfang Januar in Nordkorea festgehalten werde, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch aus Pjöngjang. Warmbier hatte sich Ende Februar bei einer vom Regime arrangierten Pressekonferenz selber „schwerer Verbrechen“ gegen das sozialistische Land bezichtigt. Er hatte nach eigenen Angaben im Auftrag einer US-Kirche in einem Hotel in Pjöngjang ein Poster mit einem politischen Slogan gestohlen, um dieses als Trophäe mitzubringen. 

Nordkoreanische Medien hatten am 22. Januar berichtet, dass Warmbier nach seiner Einreise als Tourist wegen einer staatsfeindlicher Aktion festgenommen worden sei.

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