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Donald Trump und Kim Jong Un : Nordkorea-Krise: US-Vizepräsident Mike Pence sichert Japan Bündnistreue zu

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In der Krise um Nordkorea drängen die USA zu mehr Druck auf Pjöngjang. Nordkorea warnt vor einer Eskalation.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2017 | 14:02 Uhr

Washington | In den wachsenden Spannungen um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm haben die USA den Schulterschluss mit ihrem Bündnispartner Japan geübt. US-Vizepräsident Mike Pence versicherte Ministerpräsident Shinzo Abe am Dienstag bei einem Besuch in Tokio, die USA verstünden Japans ernste Sicherheitslage und stünden „100 Prozent“ hinter ihrem Bündnispartner. US-Präsident Donald Trump wolle mit Japan, Südkorea und anderen Nationen und auch mit China an einer friedlichen Lösung arbeiten. Man werde nicht nachlassen, bis die koreanische Halbinsel frei von Atomwaffen sei, sagte Pence.

US-Präsident Trump betont, dass die USA notfalls auch im Alleingang gegen Nordkorea vorgehen würden. Als Demonstration militärischer Stärke hatte Trump einen Flottenverband mit dem US-Flugzeugträger „USS Carl Vinson“ entsandt.

Zugleich bekräftigte er in Tokio, dass alle Optionen auf dem Tisch lägen. Pence hatte zuvor in Südkorea erklärt, dass die Politik der „strategischen Geduld“ gegenüber Pjöngjang „vorbei“ sei. Der japanische Regierungschef Abe mahnte, den Konflikt friedlich zu lösen. Auch die USA wollten Frieden, doch Frieden komme "durch Stärke", wurde Pence zitiert. Zugleich erklärte er jedoch, dass die Diplomatie der „produktivste Weg voran“ bleibe. China rief zu Zurückhaltung auf und mahnte ebenfalls eine friedliche Lösung an.

China sei bereit, mit allen Parteien zusammenzuarbeiten, um Nordkoreas Atomprogramm wieder an den Verhandlungstisch zu bringen, erklärte Außenminister Wang Yi am Dienstag in Peking. „Wir wissen, dass die Lage angespannt ist“, sagte Yi. „Aber je größer die Spannungen sind, umso mehr Ruhe brauchen wir und umso notwendiger ist es, Gelegenheiten und Möglichkeiten für Dialog zu finden.“

Nordkorea warnte die USA vor einer Eskalation in dem Konflikt. „Unser Volk ist bereit, auf alle Bedrohungen zu reagieren. Wir sind zu einem umfassenden Krieg bereit“, sagte ein ranghoher nordkoreanischer Diplomat in Moskau. "Die Situation auf der koreanischen Halbinsel ist explosiv." Der Diplomat warf den USA und Südkorea eine aggressive und provokante Politik vor.

Derweil nahmen die USA und Japan beim Besuch von Pence einen neuen Wirtschaftsdialog auf. Unter anderem sollen Gespräche über Handels- und Investitionsregeln intensiviert werden. US-Präsident Trump hatte während seines Wahlkampfs Japan unter anderem der Währungsmanipulation und unfairer Handelsbarrieren bezichtigt.

Die USA verzeichneten im vergangenen Jahr ein Handelsdefizit mit Japan von fast 70 Milliarden Dollar (65 Mrd Euro). Einem geplanten transpazifischen Freihandelsabkommen (TPP) erteilte Trump eine Absage. Die USA bevorzugen jetzt bilaterale Abkommen. Medien zufolge will Japan jedoch das TPP auch ohne die USA weiter vorantreiben.

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