Neue Studentenjobs?

shz.de von
25. Juni 2014, 12:17 Uhr

Hinter dem harmlosen Begriff „Studentische Arbeitsgemeinschaft“ kann sich vieles verbergen. Eine feucht-fröhliche Runde oder ein linker Zirkel, der untersucht, ob die Thesen von Karl Marx im Kampf gegen den Kapitalismus wirklich überholt sind. Nun hat Kommissar Zufall aufgedeckt, dass in besagter akademischer Gemeinschaft keineswegs nur graue Theorie und verkappte Burschenherrlichkeit betrieben werden, sondern es wird auch gebastelt. Und zwar kein Spielzeug für Waisenhäuser, sondern Kriegsmaterial. Seit 15 Jahren bauen Studierende der Technischen Uni Braunschweig im stillen Kämmerlein, sprich in einer provisorischen Waffenschmiede, Raketen. Nicht für Terroristen, sondern zu Forschungszwecken. Und wie der Einschlag in ein glücklicherweise gerade unbewohntes Kinderzimmer bewiesen hat, leistet der akademische Nachwuchs ganze Arbeit. Erst kürzlich wurde bekannt, dass an deutschen Hochschulen gegen gute Bezahlung für fremde Mächte waffentechnische Forschung betrieben wird. Alles harmlos, hieß es. Neben Hanf-Plantagen müssen jetzt wohl auch Waffenschmieden ausgehoben werden.

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