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Christian Ehring : „Nazi-Schlampe“: AfD erwägt Klage gegen „extra 3“-Moderator

vom

Der Satiriker hatte die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel als „Nazi-Schlampe“ bezeichnet. Die Aussage sei beleidigend, sagt die AfD.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2017 | 14:43 Uhr

Die AfD erwägt eine Klage gegen den Satiriker Christian Ehring. Dieser hatte die neue Spitzenkandidatin Alice Weidel in der NDR-Sendung „extra 3“ als „Nazi-Schlampe“ bezeichnet.

Vor einem guten Jahr sorgte „extra 3“ bereits für Aufsehen - mit einem Satire-Video über den türkischen Präsidenten Erdogan. Damals entfachte der Beitrag und das sich anschließende „Schmähgedicht“ von Jan Böhmermann eine Diskssion über die Grenzen der Pressefreiheit.

In der vergangenen Ausgabe der Satire-Sendung griff Moderator Ehring eine Szene vom AfD-Bundesparteitag in Köln auf. „Die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte“, hatte die neue Spitzenkandidatin Alice Weidel in ihrer Rede gesagt. Ehring kommentierte diese Passage anschließend mit den Worten: „Jawoll, lasst uns alle unkorrekt sein. Da hat die Nazi-Schlampe doch recht.“

Diese Äußerung könnte nun ein juristisches Nachspiel für den Moderator haben. „Wir gehen dagegen juristisch vor. Das wird teuer für diesen #GEZ-Primitivling. #AfD wählen!“, twitterte AfD-Pressesprecher Christian Lüth am Sonntag.

Gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ sagte Lüth, dass der Fall an den Medienanwalt der Partei übergeben worden sei. Es werde wahrscheinlich zu einer Klage gegen den Moderator kommen, da die Aussagen Ehrings „beleidigend und verleumderisch“ seien. Der NDR sieht dagegen eine Klage „gelassen entgegen“, heißt es in dem Bericht weiter.

Alice Weidel war mit Alexander Gauland zum Spitzenduo der AfD für die kommende Bundestagswahl gewählt worden. Weidel gilt als wirtschaftsliberal und manchen als eher gemäßigte Politikerin innerhalb der AfD. Doch in Bezug auf Flüchtlinge oder den Islam hat sie sich schon mehrfach radikal geäußert.

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