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Nato reagiert auf Ukraine-Krise mit mehr Präsenz im Osten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 20:47 Uhr

Die Nato hat auf die russischen Militäraktionen gegen die Ukraine mit einer Verstärkung ihrer Militärpräsenz im Osten des Bündnisses reagiert. Mehr Jagdflugzeuge als bisher wurden zur Kontrolle des Luftraums der drei baltischen Staaten (die keine Luftwaffen haben) eingesetzt, Manöver in Polen ausgeweitet, Schiffe in die Ostsee und ins Schwarze Meer geschickt. Beim Nato-Gipfel morgen in Newport (Wales) soll zudem ein „Bereitschafts-Aktionsplan“ (RAP) beschlossen werden. Er sieht auch die Schaffung einer sehr schnell einsetzbaren Truppe innerhalb der Nato Response Force vor. Die NRF wurde seit ihrer Gründung 2004 noch nie eingesetzt. Die 40 000 Soldaten dieser Truppe sollen innerhalb von sechs Monaten mobilisiert werden können. Die neue Truppe dagegen soll aus mehreren Tausend Soldaten bestehen und innerhalb von zwei bis drei Tagen einsetzbar sein, um den Schutz des Bündnisses für ein bedrohtes Mitgliedsland deutlich zu machen.

Auch US-Präsident Barack Obama will heute bei einem Besuch in Estland ein Signal der Stärke an Russland senden. Die baltischen Staaten fürchten eine zunehmend aggressivere Politik Moskaus. Obama reist zum Nato-Gipfel weiter.

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