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Terror in London : Nach Twitter-Angriff: Londons Bürgermeister lehnt Trumps Staatsbesuch ab

vom

Donald Trump kritisierte Sadiq Khan stark. Der Bürgermeister sagte, dass es keinen Grund gebe wegen des Polizeiaufgebots in Alarmstimmung zu verfallen.

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2017 | 16:25 Uhr

London | Nach herben Twitter-Angriffen von Donald Trump hat der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan einen Staatsbesuch des US-Präsidenten in Großbritannien als unangemessen abgelehnt. Bereits nach der Einladung durch Premierministerin Theresa May habe er gesagt, dass Trump nicht der rote Teppich ausgerollt werden dürfe. „Daran hat sich nichts geändert“, sagte Khan am Dienstag der BBC.

Die Terroranschläge von Manchester und London erschüttern die Welt. Doch während viele Menschen zusammenkamen, um zu trauern und sich für ein friedliches Miteinander einzusetzten, teilte Trump weiter gegen alle, die ihm im Weg stehen oder nicht in sein Weltbild passen, aus.

„In einer besonderen Beziehung ist es so wie mit einem guten Freund. In schlechten Zeiten stehst du ihm bei, aber du sagst ihm auch, wenn er Unrecht hat“, sagte Khan der BBC. Und es gebe viele Dinge, bei denen sich Trump irre.

Khan hatte nach dem Terroranschlag am Samstagabend gesagt, es gebe keinen Grund, wegen des erhöhten Polizeiaufgebots in der Stadt in Alarmstimmung zu verfallen. Trump kritisierte dies auf Twitter „als armselige Ausrede“. Khan erwiderte, die Politik des US-Präsidenten gehe gegen alles, „wofür wir stehen“. Damit bezog er sich unter anderem auf das von Trump angestrebte Einreiseverbot für Menschen aus mehreren muslimischen Ländern.

 

Der britische Außenminister Boris Johnson, einst selbst Londoner Bürgermeister, sagte am Dienstag, er sehe „keinen Grund“, die Einladung an Trump zurückzuziehen. Er lobte aber, Khan habe sich in der Situation richtig verhalten. Auch Premierministerin Theresa May lobte das Stadtoberhaupt, hielt sich mit Kritik an Trump jedoch zurück. Der US-Präsident wird voraussichtlich im Oktober ins Königreich reisen.

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