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Front National zweitstärkste Kraft : Nach Regional-Wahl in Frankreich: Druck auf Hollande wächst

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Für Frankreichs Präsident Hollande ist es ein schwacher Trost: Immerhin haben die Rechtsextremisten mit Marine Le Pen nicht - wie befürchtet - die Landkreiswahlen gewonnen. Dafür macht ein alter Bekannter das Rennen.

Paris | Nach der klaren Niederlage bei den Départementswahlen in Frankreich gerät die Sozialistische Partei (PS) von Staatspräsident François Hollande unter Druck. Als Sieger der Abstimmung in den Landkreisen ließ sich am Sonntag der Chef der größten Oppositionspartei, der ehemalige Staatschef Nicolas Sarkozy, feiern. Zwei Jahre vor der nächsten Staatspräsidentenwahl musste die zerstrittene Linke erneut eine schwere Niederlage hinnehmen.

Mehr als 43 Millionen Franzosen waren aufgerufen, bei der mit Spannung erwarteten ersten Runde der Départementswahlen ihre Stimme abzugeben. Gewählt wird in den 96 Kreisen des Landes und den fünf Übersee-Départements. Die Abstimmung in den Landkreisen galt als Stimmungstest für die Präsidentenwahl 2017.

Die Sozialisten landeten am Sonntag in der ersten Wahlrunde wie schon 2014 bei den Europa-Wahlen nur auf dem dritten Platz. Noch am Wahlabend forderte die Chefin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, Regierungschef Manuel Valls zum Rücktritt auf. Ihre Partei hat sich mit etwa 25 Prozent der Stimmen weiter etabliert. Knapp 25 Prozent hatte die FN bereits bei den Europa-Wahlen im vergangenen Jahr erreicht. Parteichefin Le Pen sprach von einem Erfolg, weil dieses Resultat noch übertroffen worden sei.

Sarkozys konservative UMP-Partei kommt auf 29 bis 32 Prozent. Sarkozy wird nachgesagt, bei der Staatspräsidentenwahl 2017 wieder antreten zu wollen. Die Sozialisten lagen bei nur knapp 20 Prozent. Das gesamte linke Spektrum hat dabei insgesamt nicht schlecht abgeschnitten und ist darüber hinaus völlig zerstritten. Valls freute sich dennoch vor allem darüber, „dass die extreme Rechte nicht die erste politische Formation in Frankreich ist“. Jetzt hänge alles von der Stichwahl am kommenden Sonntag ab.

Umfragen hatten die FN zeitweise als stärkste Partei bei den Départementswahlen gesehen. „Die Franzosen wollen eine klare Veränderung, beginnend mit den Départements“, sagte Sarkozy und feierte den Schlag gegen die Sozialisten. In seiner Partei hieß es, dies sei eine historische Niederlage für die Sozialisten und ein „persönliches Scheitern“ von Valls, der sich im Wahlkampf stark engagiert hatte.

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erstellt am 23.Mär.2015 | 09:41 Uhr

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