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Landtagswahlen 2016 in Rheinland-Pfalz : Nach Niederlage: CDU verteidigt Julia Klöckner - und sie sich selbst

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Aus der Onlineredaktion

Die Partei steht hinter Klöckner. Auch sie selbst blickt positiv auf ihren Wahlkampf zurück.

Mainz | Trotz des verfehlten Wahlsiegs steht Julia Klöckner als rheinland-pfälzische CDU-Chefin nach Ansicht von Generalsekretär Patrick Schnieder nicht zur Debatte. „Es gibt im Moment keine Diskussion“, sagte Schnieder der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Es sei deutlich, dass „die Partei Julia Klöckner trägt und dass da keiner ihr Schuld zumisst an diesem Wahlergebnis, ganz im Gegenteil. Ohne Julia Klöckner hätten wir ein solches Wahlergebnis unter diesen obwaltenden Umständen nicht erreicht.“

In Umfragen hatte Julia Klöckner teilweise vorn gelegen - umso überraschender dürfte für sie die deutliche Niederlage gewesen sein. Wie es mit ihr weitergeht, ist derweil noch nicht sicher.

Die CDU erzielte am Sonntag mit 31,8 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz. „Wir werden das in aller Ruhe analysieren“, sagte Schnieder. Die CDU habe versucht, über Landesthemen zu reden, aber keine Resonanz gefunden. „Der Wähler hat in erster Linie über die Flüchtlingsfrage diskutiert und abgestimmt. Da sieht man deutlich, das glaube ich jedenfalls, dass wir an AfD und an FDP verloren haben.“ Klöckners Plan „A2“, mit dem sie sich in der Flüchtlingspolitik ein eigenes Profil zulegen wollte, sieht Schnieder nicht als Ursache: „Vielleicht hätten wir ohne diese Geschichte noch viel stärker verloren.“

Auch Klöckner selbst sucht die Schuld nicht bei sich - und hat Abweichungen von der Asylpolitik der Bundesregierung in ihrem Wahlkampf verteidigt. „Wir hätten noch mehr verloren an die AfD, wenn wir uns nicht klar positioniert hätten in dieser Frage“, sagte sie am Montag vor Sitzungen der CDU-Spitzengremien in Berlin. Die CDU-Bundesvize verwies außerdem darauf, dass die CDU bei der Wahl am Sonntag mehr Nichtwähler mobilisiert habe als die SPD.

Mit Blick auf die künftige Landesregierung sagte Klöckner, der Ball liege bei Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die die Wahl gewonnen hatte.

Während Klöckner sich verteidigte, machten sich Nutzer bei Twitter über sie lustig.

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erstellt am 14.Mär.2016 | 15:24 Uhr

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