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Streit um den Tempelberg : Nach Messerattacken: Immer mehr Israelis beantragen Waffenschein

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Die Gewaltwelle verängstigt Israel. Der Ansturm beim Ministerium lässt eine Telefon-Hotline zusammenbrechen.

Tel Aviv | Angesichts einer Serie palästinensischer Messerattacken wollen sich Tausende von Israelis bewaffnen. Der israelische Armeesender berichtete am Montag von einem deutlichen Anstieg der Anträge für einen Waffenschein.

Ein Streit um die Nutzungsrechte des Tempelbergs in Jerusalems Altstadt, der Muslimen und Juden heilig ist, gilt als Mitauslöser für die neue Welle der Gewalt. Die Palästinenser werfen Israel vor, es wolle mehr Kontrolle über die heilige Stätte erlangen. Regierungschef Benjamin Netanjahu hat dies immer wieder dementiert.

Polizeiminister Gilad Erdan hatte wegen der vielen Anschläge angekündigt, er wolle den Prozess zum Erwerb eines Waffenscheins erleichtern und beschleunigen. Das zuständige Ministerium für Innere Sicherheit sei allerdings nicht in der Lage, den vielen Anträgen nachzukommen, berichtete der Sender. Das Telefonzentrum der Behörde sei zusammengebrochen, daher könnten derzeit auch keine neuen Waffenscheine ausgestellt werden.

Seit Monatsbeginn sind acht Israelis bei Messerangriffen von Palästinensern getötet worden. Mehr als 40 Palästinenser kamen ums Leben, die Mehrheit davon Attentäter, die bei ihren Anschlägen erschossen wurden. Die Übrigen wurde bei Konfrontationen mit israelischen Sicherheitskräften getötet.

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erstellt am 19.Okt.2015 | 08:41 Uhr

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