Terror in Paris : Nach Facebook-Post: „Welt“ trennt sich sofort von Matthias Matussek

<p>Journalist und Buchautor Matthias Matussek wurde für sein Posting bei Facebook von vielen Seiten stark kritisiert. </p>
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Journalist und Buchautor Matthias Matussek wurde für sein Posting bei Facebook von vielen Seiten stark kritisiert.

Nach den Anschlägen von Paris postete Journalist Matthias Matussek einen Smiley. Am Dienstag nannte er seinen Chef „Arschloch“.

shz.de von
17. November 2015, 14:33 Uhr

Berlin | Sind jetzt alle „durchgeknallt“? Nach einem zynischen Facebook-Posting zu den Anschlägen von Paris soll der Streit zwischen „Welt“-Kolumnist Matthias Matussek und der Chefredaktion eskaliert sein - die Herren verlegten sich offenbar aus den sozialen Netzwerken in die Redaktionskonferenz. Das berichtet „Meedia“. Der 61-jährige Matussek beschimpfte „Welt“-Chefredakteur Jan-Eric Peters demnach als „Arschloch“ und wurde von der Konferenz ausgeschlossen. Eine Axel-Springer-Sprecherin erklärte: Die Welt-Gruppe werde sich „mit sofortiger Wirkung“ von ihrem Autor trennen.

Matthias Matussek, Jahrgang 1954, ist seit 2013 Kolumnist der Zeitung „Die Welt“. Matussek war nach 25 Jahren beim „Spiegel“ zur Axel Springer AG gewechselt. Beim Spiegel arbeitete er als Redakteur, Korrespondent und Ressortleiter.

Zum Hintergrund: „Durchgeknallt“ hatte Peters Matussek in einem Facebook-Posting genannt, nachdem dieser auf seiner Facebook-Seite geschrieben hatte: „Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen...“ Seine Worte versah er mit einem Smiley.

Eric Peters distanzierte sich im Namen der „Welt“ von Matusseks Posting und schrieb: „Die zivilisierte Welt hat gerade andere Probleme als ein durchgeknalltes Posting.“

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Matussek entfernte daraufhin den Smiley nachträglich - und erklärte sich auf Facebook.

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In der Nacht zu Dienstag, vor der Redaktionskonferenz, meldete sich Matussek wieder auf Facebook ausführlich zu Wort und wehrte sich gegen die Vorwürfe:

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