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Nach der Protz-Affäre: Neue Offenheit in der katholischen Kirche

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2013 | 00:31 Uhr

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat mit Papst Franziskus ein „mitbrüderliches“ Gespräch über den Skandal im Bistum Limburg geführt. Details wolle er aber wegen ihres „vertraulichen Charakters“ nicht nennen, sagte Zollitsch gestern nach der Audienz in Rom. Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst war vor allem wegen der stark gestiegenen Baukosten seines Bischofssitzes von bislang 31 Millionen Euro in die Kritik geraten.

Offenbar als Konsequenz aus der Affäre entsteht eine neue Offenheit in der katholischen Kirche. Die meisten Diözesen legen derzeit den Umfang bischöflicher Vermögenswerte offen.

> Aachen: 8,2 Millionen Euro.

> Bamberg: Über 1,5 Millionen Euro.

> Berlin: keine Besitztümer.

> Dresden-Meißen: Kein Vermögen. Der Haushalt umfasst in diesem Jahr 58 Millionen Euro.

> Essen: Gut 2 Millionen Euro.

> Hamburg: Die Gesamtrücklage des Erzbischöflichen Stuhls beträgt 35 Millionen Euro. Dieser ist auch Träger eines Alten- und Pflegeheims, einer Seniorenwohnanlage, zweier Kinder- und Jugendhäuser und eines Studentenwohnheims. Das Vermögen besteht aus zweckbestimmten Rücklagen für ein Alten- und Pflegeheim, eine Seniorenwohnanlage, zwei Kinder- und Jugendhäuser und ein Studentenwohnheim.

> Köln: Der Erzbischöfliche Stuhl umfasste 2012 ein Vermögen von 166,2 Millionen Euro. Davon sind 15,4 Millionen Euro Beteiligungen im Bereich der Wohnungswirtschaft, der übrige Teil Immobilien.

> Mainz: Der Bischöfliche Stuhl hat kein Geldvermögen, besitzt aber Grundstücke.

> München-Freising: Die Bilanzsumme des Bischöflichen Stuhls lag 2012 bei 27,6 Millionen Euro. Die Überschüsse gehen überwiegend an caritative und kirchliche Einrichtungen. Das Gesamtvermögen soll in einigen Jahren beziffert werden.

> Münster: Das Geldvermögen des Bischöflichen Stuhls im Bistum umfasst 2,37 Millionen Euro plus Immobilien.

> Speyer: Rund 46,5 Millionen Euro.

> Trier: Das Vermögen des Bischöflichen Stuhls hat einen Bilanzwert von knapp 84 Millionen Euro plus Gebäude.

> Osnabrück, Regensburg, Freiburg, Hildesheim und Rottenburg-Stuttgart arbeiten an einer Offenlegung.

> Paderborn, Passau, Limburg wollen die Finanzen nicht veröffentlichen.

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