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Nach dem großen Sturm – Das ganze Land räumt auf

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Orkan „Christian“ richtet Schäden in zweistelliger Millionenhöhe an / Zugverkehr rollt heute wieder normal

Der erste Herbststurm des Jahres hat Geschichte geschrieben: Mit nie zuvor gemessenen Windgeschwindigkeiten von bis zu 191 Kilometern pro Stunde raste er übers Land. Laut Deutschem Wetterdienst war „Christian“ einer der stärksten Stürme in den vergangenen 30 Jahren. Aber erst am Tag danach ist das Ausmaß der Zerstörung deutlich geworden.

Nach einer Schätzung der obersten Forstbehörde hat der Sturm 300 000 Kubikmeter Holz in den Wäldern geworfen oder gebrochen. Folge: „Beim Betreten der Wälder besteht wegen der zahlreichen entwurzelten und abgeknickten Bäume Lebensgefahr“, warnt Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Deshalb sei ein absolutes Betretungsverbot der Wälder in den Kreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und Rendsburg Eckernförde erlassen worden.

Auch Häuser und Autos im ganzen Land sind betroffen, die Schäden liegen in zweistelliger Millionenhöhe. „Die Telefone stehen nicht mehr still“, sagte Heiko Wischer, Sprecher der Provinzial Versicherung. „Kunden stehen zum Teil sogar Schlange vor unseren 140 Agenturen.“ Neben abgedeckten Dächern, beschädigten Autos oder umgeworfenen Bäumen habe die Provinzial auch einige Großschäden zu regulieren.

Der Zugverkehr war gestern weiter stark behindert. „Mehrere Tausend Mitarbeiter sind im Einsatz, um umgestürzte Bäume von den Gleisen zu holen und beschädigte Oberleitungen zu reparieren“, sagte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Heute sollen die Verbindungen wieder aufgenommen werden.

Landesweit rückten Helfer mehr als 3600 Mal aus. „So viele Einsätze hatten wir noch nie, das war ein Extremsturm“, sagte Lothar Gahrmann vom Landespolizeiamt.

In Teilen Itzehoes hatte ein Stromausfall die Haushalte gelähmt. Die Freiwillige Feuerwehr Itzehoe musste zu rund 60 Einsätze ausrücken. In der gesamten Region sah es ähnlich aus: Die Elmshorner Leitstelle verzeichnete 390 Einsätze im Kreis Steinburg, in Dithmarschen sogar 500. Rund 30 Mal mussten gestern in beiden Kreisen umgestürzte Bäume bearbeitet werden, die zuvor nicht aufgefallen waren. Im gesamten Gebiet der LBV-Niederlassung Itzehoe ist in den kommenden Wochen mit Behinderungen durch Fällarbeiten zu rechnen. Der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Westerland lief erst langsam wieder an, Teilstrecken bleiben weiter gesperrt. Auch für heute wurden Einschränkungen angekündigt. Seiten 4, 17 und 18
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erstellt am 30.Okt.2013 | 00:32 Uhr

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