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Muslime, Juden, Christen – Hand in Hand

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2014 | 12:59 Uhr

Blickt man nach Gaza, scheinen die Gräben zwischen Juden und Muslimen unüberwindbar zu sein. Doch in Berlin-Neukölln reichen sie sich einfach die Hände: Muslime, Juden, Christen und sogar einige Atheisten bilden vor dem Rathaus Neukölln eine Menschenkette und demonstrieren gemeinsam gegen antisemitische Hetze. Initiatoren der Initiative „Salaam-Schalom“ sind Armin Langer, ein junger Rabbiner-Student, und Ender Cetin, Vorstand der großen türkischen Sehitlik-Moschee. In Neukölln, diesem Schmelztiegel der Kulturen, funktioniert die Völkerverständigung oft doch. „Das ist hier Alltag und normal“, sagen beide. „Salaam-Schalom“ – der Name setzt sich aus dem arabischen und dem hebräischen Wort für Frieden zusammen. Natürlich liegt es auch am Ausbruch der Gewalt in Nahost, dass das Interesse an „Salaam-Schalom“ gerade so groß ist. Dort herrscht Krieg. Aber es gibt eben auch Orte auf der Welt, an denen Juden und Muslime friedlich miteinander leben. „Das wollen wir zeigen“, sagt Cetin, der in Berlin geboren wurde. Gestern empfing Bundespräsident Joachim Gauck die Initiative. Die Begegnung und das Gespräch über die Arbeit der Gruppierung sei Gauck „gerade vor dem Hintergrund der sich immer weiter verschärfenden Lage in Gaza ein besonderes Anliegen“ gewesen, betonte Gaucks Sprecherin.

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