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Mission Mali: Merkel und Hollande schicken gemeinsame Brigade

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Teil der deutsch-französischen Brigade wird in das westafrikanische Krisenland Mali entsandt. Wie die Bundesregierung und die französische Regierung gestern in Paris mitteilten, sollen sich die Soldaten dort an der EU-Mission zur Ausbildung und Beratung malischer Streitkräfte beteiligen. Kampfeinsätze in dem von islamistischen Rebellen terrorisierten Staat sind nicht geplant. Angaben zur Truppenstärke machte der in Paris tagende deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat zunächst nicht. An der 2013 gestarteten EU-Mission EUTM Mali sind derzeit etwa hundert Bundeswehrsoldaten beteiligt.

Frankreich und Deutschland betonten in ihrer gemeinsamen Abschlusserklärung zudem, dass sie der gemeinsamen europäischen Sicherheitspolitik neue Impulse geben wollten. Dabei verwiesen sie auf die Sicherung der Grenzen in der Sahel-Zone, darunter Libyen. Beide Länder wollten zur Stabilisierung der Region beitragen. Auch wollen sie bei der Entwicklung neuer Überwachungsdrohnen kooperieren.

Hollande und Merkel erklärten außerdem, sie strebten noch vor der Europawahl Ende Mai eine Einigung zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer an. Elf EU-Länder wollen die Steuer, um Spekulationsgeschäfte einzudämmen.

Merkel wird auf Einladung Hollandes am 6. Juni an den Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag der Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg in der Normandie teilnehmen. Zu den Feiern werden auch US-Präsident Barack Obama und die britische Königin Elizabeth II. erwartet. Die Landung der alliierten Streitkräfte am 6. Juni 1944 markierte den Anfang der Befreiung Westeuropas vom Nationalsozialismus.

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erstellt am 19.Feb.2014 | 12:57 Uhr

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