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Sorge im Baltikum : Militärexperten beraten über Sicherheitslage in der Ostsee

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Die aktuelle russische Politik führt vielfach zu internationalen Irritationen. Die baltischen Staaten fühlen sich bedroht. Die Deutsche Marine bietet ihnen und den anderen Ostseeanrainern Unterstützungen an.

Rostock | Der Inspekteur der Deutschen Marine, Andreas Krause, hat mit Verständnis auf Sorgen der Ostseeanrainer-Staaten vor der aktuellen russischen Politik reagiert. „Russland hat in der Krise um die Ukraine gezeigt, dass es bereit ist, anders als bisher Politik mit militärischen Mitteln durchzusetzen“, sagte Krause vor Beginn des 15. Maritimen Sicherheitskolloquiums am Mittwoch in Rostock. „Wir dürfen nicht zulassen, dass aus der Ostsee ein Meer der Konfrontation wird. Wir wollen es vielmehr weiterhin als ein Meer der Kooperation gestalten.“

Er könne gut verstehen, dass sich etwa die baltischen Staaten aktuell als eine Art Frontstaaten fühlten, sagte der Inspekteur. Dies sei vergleichbar mit dem Empfinden, das die Deutschen zu Zeiten des Kalten Krieges hatten. Allerdings seien die beiden Szenarien mehr als 25 Jahre nach dem Mauerfall nicht miteinander zu vergleichen.

Die Deutsche Marine als größte im Bereich der verbündeten Länder im Ostseeraum sei bereit, in dieser Kooperation eine wichtige Rolle einzunehmen. „Wir bieten einen Rahmen an, an den sich kleinere Marinen auf Augenhöhe anlehnen können“, sagte Krause. Dazu gehöre etwa die gemeinsame Einsatzausbildung oder der Austausch von Personal.

Trotz des großen Willens zur Kooperation betonte Krause die Notwendigkeit von gemeinsamen Nato-Manövern auf der Ostsee wie jüngst das Manöver „Baltops“. An dem Mitte Juni zu Ende gegangenen „Baltops“-Manöver unter Leitung eines US-Admirals nahmen 49 Schiffe aus 15 Staaten mit rund 5600 Soldaten und auch 62 Flugzeuge teil.„Wir haben dort mit einer sehr veritablen Truppenstärke unsere Verteidigungsbereitschaft signalisiert“, erklärte Krause. Zudem habe das Manöver deutlich gemacht, dass die USA ein deutliches Interesse an der strategisch wichtigen Ostseeregion haben.

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erstellt am 05.Aug.2015 | 07:22 Uhr

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