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US-Wahlkampf : Michael Bloomberg verzichtet auf Kandidatur - um Donald Trump zu verhindern

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Die Erfolge des Populisten Donald Trump bringen den parteilosen Politiker und New Yorks Ex-Bürgermeister dazu, nicht in das Rennen ums Weiße Haus einzusteigen.

shz.de von
erstellt am 08.Mär.2016 | 11:50 Uhr

Washington | Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg wird nicht in das US-Präsidentschaftsrennen einsteigen. „Wenn ich mir alle Daten anschaue, ist mir klar, dass ich nicht gewinnen kann“, erklärte der 74-jährige Milliardär am Montag in einem Editorial auf der Seite „BloombergView“ seines Unternehmens.

Vor allem die Erfolge Trumps in den Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur rütteln Demokraten und gemäßigte parteilose Politiker wach. Seine extremen und populistischen Aussagen im Wahlkampf weisen zum Teil menschenverachtende Züge auf. Dennoch - oder deshalb - ist er erfolgreich bei seinen Wählern.

Seine Kandidatur könne dazu führen, dass Donald Trump oder Ted Cruz gewählt würden, erklärte Bloomberg. „Das ist ein Risiko, das ich nicht eingehen kann.“ Trump führe eine spalterische und demagogische Kampagne. Cruz äußere sich vielleicht weniger exzessiv, sei aber genauso extremistisch.

 

Bloomberg hatte kürzlich erklärt, er empfinde das Niveau der Wahlkampfdebatten als „Skandal und Beleidigung der Wähler“. Das amerikanische Volk habe Besseres verdient. Deshalb denke er über eine Kandidatur nach. Schon im Januar hatte sich Bloomberg laut „New York Times“ über Trump geärgert.

Trump ist unter anderem für verächtliche Sprüche gegenüber Frauen bekannt als auch für fremdenfeindliche Aussagen. Er befürwortete Folter und den Bau einer Mauer an der Mexikanischen Grenze. Die Mexikaner bezeichnete er als Verbrecher und Vergewaltiger. Vorsichtiger ist Trump bei seiner Einschätzung des Ku-Klux-Klans. Er könne ihn nicht einschätzen.

Doch nicht nur der Rechtspopulismus stört Bloomberg. Er zeigte sich auch besorgt, dass der selbsterklärte Sozialist Bernie Sanders auf der demokratischen Seite die favorisierte Ex-Außenministerin Hillary Clinton ausstechen könnte.

Bloomberg war einst Demokrat, dann wurde er Republikaner. Seit 2007 ist er parteilos. Er hatte schon früher wiederholt an eine Kandidatur gedacht, war aber stets zur Überzeugung gelangt, dass er keine Siegesaussichten habe. Tatsächlich hat es bislang noch nie ein unabhängiger Bewerber ins Weiße Haus geschafft. Umfragen von CNN zufolge würden aber auch sowohl Trump als auch Cruz als direkte Gegenkandidaten von Clinton scheitern.

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