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Umfrage : Mehrheit wünscht sich Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsidenten

vom

52 Prozent der Bundesbürger trauen Steinmeier das Amt zu. Und fast 70 Prozent wünschen sich eine Direktwahl durch das Volk.

shz.de von
erstellt am 10.Jun.2016 | 06:15 Uhr

Berlin | Die Deutschen können sich am ehesten Außenminister Frank-Walter Steinmeier als nächsten Bundespräsidenten vorstellen. Nach einer Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Funke Mediengruppe trauen 52 Prozent der Bundesbürger dem SPD-Politiker zu, Nachfolger von Joachim Gauck zu werden.

Mit deutlichem Abstand folgen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU, 35 Prozent), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU, 33 Prozent) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne, ebenfalls 33 Prozent).

Emnid hatte sieben Persönlichkeiten zur Beurteilung gestellt, Mehrfachnennungen waren möglich. Unter den Anhängern der Union ist die Zustimmung für Steinmeier demnach mit 67 Prozent noch höher als bei den SPD-Wählern (62 Prozent). Im Lager der AfD trauten 54 Prozent dem Außenminister das höchste Staatsamt zu, bei der Linkspartei seien es 53 Prozent, heißt es in dem Bericht.

Die Anhängerschaft der Grünen setzt den Angaben zufolge stärker auf Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU, 51 Prozent) und die evangelische Theologin Margot Käßmann (ebenfalls 51 Prozent) als auf Steinmeier (42 Prozent). Bei den FDP-Wählern wird Lammert (78 Prozent) stärker eingeschätzt als Steinmeier (66 Prozent). Gauck hat erklärt, dass er für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung steht.

Eine weitere Umfrage hat ergeben, dass sich fast 70 Prozent der Bundesbürger eine Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk wünschen. Mehr Macht für das Staatsoberhaupt wollen aber nur 30 Prozent. Das geht aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Demnach sagen 39 Prozent der Befragten, sie würden eine Direktwahl „voll und ganz befürworten“. Weitere 30 Prozent würden dies „eher befürworten“. 12 Prozent würden eine Direktwahl „eher ablehnen“, vier Prozent „ganz und gar ablehnen“.

Nur neun Prozent stimmen der Forderung zu, das nächste Staatsoberhaupt sollte eine Frau sein. 14 Prozent finden, es sollte ein Mann sein, aber die übergroße Mehrheit sagt: „Es ist mir egal, welches Geschlecht der nächste Bundespräsident hat.“

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