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Neuer Bundeswehr-Skandal : Medienbericht: Schwere Sicherheitsverstöße in Kaserne Sondershausen

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Ein Vorwurf: Ausbilder sollen sich beim Schießen mit Handwaffen zwischen Schützenscheiben gestellt haben.

shz.de von
erstellt am 17.Jun.2017 | 14:48 Uhr

Sondershausen | Zu den Missständen in der Bundeswehrkaserne in Sondershausen in Thüringen sind weitere Vorwürfe bekanntgeworden. Wie das Magazin „Der Spiegel“ berichtete, soll es dort bei der Ausbildung von Unteroffizieren massive Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen gegeben haben. So hätten sich Ausbilder beim Schießen mit Handwaffen zwischen Schützenscheiben gestellt. Diesen Regelverstoß soll ein Bataillonskommandeur damit begründet haben, dass die Soldaten im Einsatz auch keine andere Wahl hätten, als sich über die Sicherheitsbestimmungen hinwegzusetzen.

Verzögerungen, Pannen, Skandale: Immer wieder steht die Bundeswehr in der Kritik. Zuletzt sorgten neben dem Fall des rechtsextremen Offiziers Mobging- und Volksverhetzungsvorwürfe bei den Gebirgsjägern für Aufsehen. Das schadet dem Ansehen der Bundeswehr - und Ursula von der Leyen gerät unter Druck.

Zudem sollen laut „Spiegel“ fehlerhafte Schießkladden durch Ausbilder mit Dienststempeln gefälscht worden sein. Ausbilder hätten Lehrgangsteilnehmer mit Plastikgeschossen aus Spielzeugwaffen beschossen und Alkohol als Ausgleich für „Ausbildungsmängel“ verlangt. Bekannt war bereits, dass Soldaten von Hauptfeldwebeln regelmäßig verbal erniedrigt und zu Strafmaßnahmen gezwungen worden sein sollen. Nach früheren Angaben des Verteidigungsministeriums gab es in einer Einheit in Sondershausen längere Zeit „Mängel im Führungsstil und Mängel im Führungsverhalten“.

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