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Rede über Erdogan im EU-Parlament : Martin Sonneborn über den „Irren vom Bosporus“

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In einer kurzen Ansprache äußert sich der Satiriker zu den Dresdner Sinfonikern, Völkermord und Urlaub in der Türkei.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2016 | 16:09 Uhr

Der frühere Chefredakteur des Satire-Magazins „Titanic“ und EU-Parlamentarier für die Partei „Die Partei“ hat den türkischen Staatspräsidenten Erdogan in einer kurzen Rede im EU-Parlament als „Irren vom Bosporus“ bezeichnet und hält fest, die türkische Regierung versuche, den Deutschen in Sachen Völkermord den Rang abzulaufen. Das Video seines Statements lud der Satiriker auf seinem offiziellen Youtube-Kanal hoch. Dazu schrieb er: „Meine Rede gestern Abend war die einzige, die von links und rechts Beifall erhielt: je ein Klatscher. Smiley.“

In seiner Rede nimmt er Bezug auf den türkischen Botschafter der fordert, die Förderung eines Projekts der Dresdner Sinfoniker einzustellen, das sich mit dem türkischen Genozid an den Armeniern beschäftigt. Die EU-Kommission habe die Sinfoniker aufgefordert, entsprechende Textstellen abzumildern und das Wort Genozid zu vermeiden, sagt Sonneborn. Als Mitglied des Kulturausschusses macht Sonneborn einen Vorschlag zur Güte: „Ich empfehle, das Wort Genozid zu streichen und durch das Wort ,Völkermord‘ zu ersetzen.“

Er schließt mit den Worten: „Nichts für ungut, derzeit keine Türkei-Urlaube geplant.“

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