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Marode Rader Hochbrücke: Tempolimit für alle Lkw Ab kommenden Montag nur noch 60 Stundenkilometer erlaubt / Verkehrsminister drängt auf Neubau eines Tunnels

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2014 | 19:21 Uhr

Schlechte Nachrichten von der Rader Hochbrücke. Ein knappes Jahr nachdem die Autobahnbrücke über die A 7 wieder für den Lastwagenverkehr freigegeben wurde, wird es von kommenden Montag an unbefristete Geschwindigkeitsbeschränkungen geben. „Wir kommen nicht umhin, ein Tempolimit von 60 Stundenkilometern für Lkw über 7,5 Tonnen Gewicht einzurichten. Das dient dazu, Statik und Sicherheit der Brücke zu erhalten“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) gestern. Zudem gilt ein Überholverbot für Lastwagen und sie müssen einen Mindestabstand von 25 Metern zum nächsten Fahrzeug einhalten – auch bei Staus. „Wir hoffen auf Verständnis und appellieren an die Vernunft der Lkw-Fahrer, die ja auch ein Interesse haben, dass die Brücke lange hält“, sagte Meyer.

„Die norddeutsche Wirtschaft trägt die Entscheidung mit, wenn es zum Erhalt der Brücke beiträgt – auch wenn dass zu Staus führt“, erklärte Uli Wachholtz, Präsident der Unternehmensverbände Nord. Er fordert vor allem eine schnelle Lösung, denn die Rader Hochbrücke hat nach einem gestern vorgestellten Gutachten nur noch eine Lebensdauer von zwölf Jahren. Meyer will deshalb noch in diesem Monat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) dazu bringen, dass der Bund davon abrückt, nur eine vierspurige Straßenbrücke als Ersatz zu bauen. Der Vorteil eines kombinierten Straßen- und Schienentunnels über den Nord-Ostsee-Kanal liege auf der Hand, so Meyer: „Wir könnten langfristig Ersatz für die Eisenbahnhochbrücke schaffen. Zudem könnte ein Schienentunnel auch nachträglich zu einem Straßentunnel gebaut werden.“ Doch das Bundesverkehrsministerium bleibt hart. Die Eisenbahnbrücke werde gerade umgebaut, so dass sie noch 50 Jahre halte, erklärte ein Sprecher. Bericht/Interview/Kommentar Seite 3

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