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Kommentar zur französischen Präsidentschaftswahl : Marine Le Pen in der Stichwahl: Kein Grund zur Panik

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Würde die Rechtspopulistin Präsidentin werden, wäre sie eine Gefahr für Europa. Doch noch ist Frankreich nicht verloren.

Nun ist es passiert: Die Rechtsextreme Marine Le Pen zieht in die Stichwahl ums Präsidentenamt in Paris ein. Das ist höchst beunruhigend, aber kein Grund zur Panik.

Noch ist Frankreich nicht an die Nationalisten verloren. Es war nicht das erste Mal, dass die französischen Wähler im ersten Wahlgang Frust abgelassen haben. In der Vergangenheit haben sie sich aber im zweiten Wahlgang besonnen. Diese Möglichkeit besteht auch jetzt, wie Umfragen zeigen.

Ein Warnschuss ist die breite Unterstützung für Len Pen aber gleichwohl. Einmal mehr zeigt sich: Nicht nur in den USA, auch in Europa ist der Nationalismus auf dem Vormarsch. Damit steht viel auf dem Spiel. So tritt Le Pen offen für den Austritt Frankreichs aus der EU ein. Sie will den Euro abschaffen, mit einer „nationalen Priorität“ Franzosen Vorzug bei der Vergabe von Jobs geben, französische Firmen vor ausländischer Konkurrenz schützen und Einwanderung begrenzen. Kurz: Le Pen steht für „Frankreich zuerst“.

Eine Präsidentschaft der Nationalistin wäre umso bedrohlicher, als sich mit den Briten bereits wichtige Partner aus der EU verabschieden. Gingen auch noch die Franzosen, stünde die Union wohl vor dem Aus. Hoffentlich bedenken die französischen Wähler dies bei der Stichwahl am 7. Mai. Mit Emmanuel Macron haben sie eine gute pro-europäische Alternative.

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