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Bundeswehr in Bamako : Mali: Angriff auf Unterkunft von EU-Soldaten

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Unbekannte haben die Militärmission der Europäischen Union in der malischen Hauptstadt Bamako angegriffen.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2016 | 07:01 Uhr

Bamako/Potsdam | Unbekannte haben kurzzeitig eine Unterkunft der EU-Ausbildungsmission in Mali angegriffen. Es habe bei dem Vorfall in Bamako weder Verletzte noch Sachschäden gegeben, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur. Der Angriff auf ein Hotel, in dem Soldaten der EU-Trainingsmission EUTM Mali untergebracht sind, wurde am Montagabend aber abgewehrt, wie es aus Kreisen der EU-Mission verlautete.

An dem Einsatz in Mal sind auch Soldaten aus Husum im Einsatz, im April soll das Eutiner Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ folgen. Die Mission in Mali gilt als besonders gefährlich. Rebellen und Terroristen haben in der Region mehrfach Anschläge verübt und internationale Truppen angegriffen.

Bei der Attacke sei ein Bewaffneter getötet, zwei andere seien festgenommen worden. Sonst sei niemand verletzt worden, teilte der malische Minister für Innere Sicherheit, Salif Traoré, im staatlichen Fernsehen mit.

Im relativ sicheren Süden Malis bilden derzeit etwa 200 Bundeswehr-Angehörige im Rahmen einer EU-Mission malische Soldaten aus. Darüber hinaus soll sich die Bundeswehr im gefährlicheren Norden mit künftig bis zu 650 Soldaten an der UN-Friedensmission beteiligen.

Der Norden Malis war 2012 vorübergehend in die Hände islamistischer Kämpfer gefallen. Nur durch eine Intervention der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich konnten die Extremisten zurückgedrängt werden. Später übergaben die Franzosen die Verantwortung an die UN-Blauhelmtruppe Minusma, die immer wieder Anschlägen ausgesetzt ist und als gefährlichste UN-Mission der Welt gilt. Die Bundeswehr führt derzeit das Kommando.

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