"Völlig unterschiedliche Wege" : Maas' USA-Besuch bringt keine Fortschritte im Iran-Streit

Mike Pompeo, Außenminister der USA, begrüßt Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) im Außenministerium.

Mike Pompeo, Außenminister der USA, begrüßt Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) im Außenministerium.

Der Besuch von Außenminister Maas in Washington hat keinerlei Annäherung im Streit zwischen der EU und den USA gebracht.

shz.de von
23. Mai 2018, 23:42 Uhr

Washington | „Wir schlagen zwei völlig unterschiedliche Wege ein", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo. Es seien nur bekannte Positionen ausgetauscht worden. „Ich glaube, dass wir von einem Kompromiss noch weit entfernt sind." Allerdings zeigte sich Maas zu dem von Pompeo vorgeschlagenen Außenministertreffen der drei europäischen Vertragsstaaten und der USA bereit.

Die USA sind aus der Vereinbarung zur Verhinderung einer iranischen Atombombe ausgestiegen, weil sie ihnen nicht weit genug geht. Alle anderen Vertragsparteien - darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien - wollen das Abkommen dagegen retten. Maas betonte erneut die „große Geschlossenheit" der Europäischen Union insgesamt in dieser Frage. Die EU-Staaten würden nun weiter an konkreten Maßnahmen zur Rettung des Abkommens arbeiten.

Maas hatte vor seinem Gespräch mit Pompeo auch mit dem Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, geredet - ohne konkrete Ergebnisse beim Thema Iran. Pompeo hatte am Mittwoch im Kongress das Vierer-Treffen mit den Europäern für Mitte Juni vorgeschlagen - ohne einen Ort zu nennen.

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