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Lufthansa-Piloten streiken – Tickets werden teurer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2014 | 16:54 Uhr

Der vierte Pilotenstreik innerhalb von fünf Monaten trifft diesmal die Lufthansa-Passagiere am Münchner Flughafen. Heute sollen zwischen 10.00 und 18.00 Uhr vom zweitwichtigsten Lufthansa-Drehkreuz keine Flieger mehr abheben, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) gestern in Frankfurt mitteilte. Am vergangenen Freitag hatten die Piloten in Frankfurt im Streit um ihre Übergangsrenten zwei Stunden weniger gestreikt und 218 Flüge am Boden gehalten. In München stehen in der fraglichen Zeit 160 Lufthansa-Abflüge auf der Kippe. Am Flughafen Hamburg stehen für morgen sieben Abflüge nach und sechs Ankünfte aus München auf dem normalen Flugplan, die von dem Streik betroffen sein könnten.

Bei dem Tarifstreit geht es im Kern um die Übergangsversorgung, die Lufthansa-Piloten bislang in ihrem Vorruhestand erhalten. Im Schnitt gehen Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Die Schlagrichtung der VC hatte deren Präsident Ilja Schulz bereits nach dem schwachen Geschäftsjahr 2013 klargemacht: „Unsere Übergangsversorgung steht nicht zur Verfügung, um die Renditeansprüche von Aktionären zu bezahlen.“

Lufthansa reagierte mit „völligem Unverständnis“ auf die Streikankündigung, so eine Sprecherin in Frankfurt. Der Arbeitskampf treffe erneut unbeteiligte Fluggäste und sei gezielt auf das nahende Ferienende im Bundesland Bayern gerichtet. Das Frankfurter Drehkreuz werde weitestgehend nicht von dem Streik berührt, hieß es. Der Münchner Flugplan weist Verbindungen zu zahlreichen deutschen und europäischen Flughäfen wie auch zu vereinzelten Überseezielen aus. Auch Starts und Landungen von Lufthansa-Maschinen an anderen Flughäfen könnten von dem Streik betroffen sein.

Zugleich bestätigte der Konzern, dass er die Ticketpreise auf verschiedenen Verbindungen ab morgen erhöht. Wie ein Sprecher sagte, werden Return-Flüge nach Nordamerika in der Economy-Klasse je nach Saison bis zu 30 Euro teurer. Die Erhöhung bei Flügen nach Asien, Afrika, Nahost und Südamerika betrage bis zu zehn Euro – mit einigen Ausnahmen. Verbindungen nach Europa werden ebenfalls zehn Euro teurer. Ausgenommen seien solche nach Österreich, in die Schweiz und der innerdeutsche Verkehr. Für Tarife in der Premium Economy und First Class gelte die Preiserhöhung nicht.

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