zur Navigation springen

Gegen Einwanderung : Lettland errichtet Stacheldrahtzaun an Russlands Grenze

vom
Aus der Onlineredaktion

Die EU-Außengrenze zu Russland wird künftig über beinahe 100 Kilometer durch Stacheldraht geschützt.

Riga | Lettland hat mit dem Bau eines Zauns an seiner Grenze zu Russland begonnen. Nach einem Bericht der Zeitung „Neatkariga Rita Avize“ wurde nahe der Kleinstadt Ludza ein drei Kilometer langer Abschnitt fertiggestellt. Mit dem 2,7 Meter hohen Stacheldrahtzaun solle die illegale Einwanderung an der östlichen EU-Außengrenze eingeschränkt werden, sagte eine Grenzschutzsprecherin.

Lettland gehört mit Estland, Litauen und Polen zu Russlands direkten Nato-Nachbarn. Die ehemalige Sowjetrepublik mit starker russischer Minderheit (rund 34 Prozent der Bevölkerung) ist wegen der Haltung Moskaus in der Ukraine-Krise um die eigene Sicherheit besorgt und drängt auf eine weitere Aufrüstung im Osten des Nato-Bündnisgebiets.

Zur besseren Sicherung der Grenze soll dem Bericht zufolge in diesem Jahr ein 24 Kilometer langer Zaun errichtet werden, der in den kommenden Jahren auf 92 Kilometer verlängert wird. Lettlands Ostgrenze zu Russland ist insgesamt 276 Kilometer lang.

Der lettische Außenminister Edgars Rinkevics hatte in der letzten Wochen seine Befürchtung geäußert, eine neue Flüchtlingsroute über den Baltenstaat im Nordosten Europas könnte sich entwickeln. „Wir haben gesehen, was passiert ist an der russisch-finnischen Grenze vor einigen Wochen, an der norwegisch-russischen Grenze“, sagte er im lettischen Fernsehen.  „Deshalb müssen wir uns darauf vorbereiten, dass der Zustrom von Flüchtlingen in diesem Jahr und in den kommenden Jahren steigen könnte“. sagte Rinkevics. Nötig sei, die lettische EU-Außengrenze zu Weißrussland und Russland zu stärken.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Mär.2016 | 15:58 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen