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Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst : Lehrer wollen ab Dienstag streiken – in SH erst später

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Die Verhandlungen sind gescheitert. Die Folge: Angestellte Lehrer legen in der nächsten Woche die Arbeit nieder.

Potsdam | Im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst der Länder gibt es ab Dienstag bundesweite Warnstreiks an den Schulen. Schleswig-Holstein ist aber vorerst nicht dabei. Dies sagte ein Sprecher der Lehrergewerkschaft GEW am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Wann in Schleswig-Holstein gestreikt werden soll, ist noch unklar. Auf der Internetseite der GEW Schleswig-Holstein wird erklärt: „Informationen über Aktionen in Schleswig-Holstein werden wir in der kommenden Woche veröffentlichen.“

Die Kernforderung der Gewerkschaften lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr. Die Hauptgründe für das vorläufige Scheitern sind starke Differenzen über die betriebliche Altersvorsorge und über die tarifliche Eingruppierung der Lehrer. Die Altersvorsorge ist im öffentlichen Dienst Standard, soll aber wegen hoher Kosten reformiert werden. Die bundesweit 200.000 angestellten Lehrer sollen besser tarifvertraglich abgesichert werden - uneins sind sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Höhe. 

Wie die Gewerkschaften Verdi und GEW in Potsdam mitteilten, werden auch Unikliniken, der Küstenschutz, Straßenwärter und die Landesverwaltungen insgesamt von Warnstreiks betroffen sein. Ob und in welchem Umfang es hier schon am Montag auch in Schleswig-Holstein zu Aktionen kommt, war zunächst nicht absehbar. Die Gewerkschaft kündigte für den 11. März eine landesweite Veranstaltung in Kiel an.

An den Schulen gehen angestellte Lehrer in den Ausstand. Verbeamtete Lehrer streiken nicht. In Schleswig-Holstein sind von rund 25.000 Lehrern etwa 2500 im Angestelltenverhältnis und damit streikberechtigt. In den einzelnen Ländern wird an unterschiedlichen Tagen gestreikt, in Berlin etwa ab Montag, in Nordrhein-Westfalen von Dienstag bis Donnerstag. Besonders betroffen sind laut GEW auch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die nächste Runde ist für Mitte März angesetzt. Verhandelt wird für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten der Länder. Die Gewerkschaften fordern zudem eine Übertragung des Ergebnisses auf die rund zwei Millionen Beamten und Pensionäre.

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erstellt am 27.Feb.2015 | 14:51 Uhr

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