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Wählerwanderungen : Landtagswahlen 2016: Diese Wähler wechselten zur AfD

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Die Zahlen zeigen: Die AfD konnte viele Nichtwähler mobilisieren. Doch auch die Parteien verlieren Wähler an die Rechtspopulisten.

Die AfD hat bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zweistellige Ergebnisse erzielt. Die Zahlen von Infratest dimap für die ARD beweisen: Offenbar konnte die junge Partei vor allem Nichtwähler mobilisieren. Doch auch die anderen Parteien haben Wähler an die rechtspopulistische Alternative für Deutschland verloren. Auffällig: Viele einstige Wähler der Linken wählten die AfD - und wanderten damit weit nach rechts.

Das gute Abschneiden der AfD macht die Regierungsbildung schwierig. Der Grund: Niemand will mit ihnen koalieren.

In Sachsen-Anhalt, wo die AfD 24,2 Prozent der Stimmen bekam und zweitstärkste Kraft wurde, haben sich 101.000 einstige Nichtwähler für die AfD entschieden - die CDU hat 38.000 Stimmen an die junge Partei verloren. Auffällig ist auch: Viele Wähler der Linken haben sich bei diesen Wahlen für die AfD entschieden: 28.000 haben ihre Stimme am Sonntag den Rechtspopulisten geschenkt. Die weiteren Zahlen:

Ähnlich sieht es in Baden-Württemberg aus, wo die AfD insgesamt 15,1 Prozent der Stimmen bekam. Auch hier haben viele einstige Nichtwähler ihre Stimme den Rechtspopulisten gegeben (209.000 Stimmen). Doch auch die CDU beklagt herbe Verluste: 190.000 Wähler hat sie an die AfD verloren, bei der SPD sind es 90.000. Alle Zahlen in der Übersicht:

Mit 12,6 Prozent der Stimmen ist die Alternative für Deutschland auch in Rheinland-Pfalz in den zweistelligen Bereich gerutscht. Wie in den anderen Bundesländern auch haben sich vor allem Nichtwähler für die junge Partei entschieden (80.000). Die CDU verliert 50.000 Wähler.

Doch was will die AfD? Ideen der Parteispitze, die eigentlich noch unter Verschluss gehalten werden sollten, bis über das Parteiprogramm Ende April abgestimmt wird, können Sie hier nachlesen.

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erstellt am 14.Mär.2016 | 12:02 Uhr

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