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Lampedusa-Flüchtlinge warten auch in Hamburg auf Hilfe

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Seit dem Frühjahr hält sich eine Gruppe afrikanischer Lampedusa-Flüchtlinge auch in Hamburg auf. Die vorwiegend aus Westafrika, Ghana, Mali oder von der Elfenbeinküste stammenden Männer waren während des Bürgerkriegs in Libyen nach Europa geflohen. Eigentlich hätten sie in Italien bleiben müssen. Doch da das südeuropäische Land etliche Aufnahmeeinrichtungen schloss oder schließen wollte, stattete es die Männer mit Fremdenpässen und laut Bundesinnenministerium auch mit Geld aus. So gelangten nach Angaben der evangelischen Kirche im März 300 Flüchtlinge nach Hamburg. Ihre Papiere erlaubten ihnen einen Aufenthalt von drei Monaten. Als diese Frist im Juni ablief, fanden etliche von ihnen Unterschlupf in der Hamburger St.-Pauli-Kirche. 80 Flüchtlinge übernachten seither im Altarraum. Eine Lösung gibt es bislang nicht. Die Männer fordern ein Daueraufenthaltsrecht als Gruppe und weigern sich, ihre Identität preiszugeben. Der Senat lehnt eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung mit Verweis auf die Rechtslage ab – hat aber zugesichert, keine Polizei in Kirchenräumen einzusetzen.

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erstellt am 05.Okt.2013 | 00:35 Uhr

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