Gaza-Konflikt : Kurze Waffenruhe – zum Lebensmittel kaufen

Damit die Menschen im Gazastreifen sich mit Lebensmitteln eindecken können, sollen die Waffen ruhen. Für fünf Stunden. Dann wollen die erbitterten Gegner mit Gewalt, Tod und Zerstörung weitermachen.

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17. Juli 2014, 07:40 Uhr

Gaza | Am zehnten Tag der israelischen Offensive im Gazastreifen gibt es Hoffnung auf eine kurze Atempause für beide Seiten. Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas haben einer UN-Initiative für eine befristete, humanitäre Waffenruhe zugestimmt. Sie soll um 9 Uhr (MESZ) beginnen und fünf Stunden dauern.

Der UN-Nahostgesandte Robert Serry hatte die Feuerpause angeregt, damit sich die Bevölkerung im Gazastreifen mit Hilfsgütern und Lebensmitteln versorgen kann. Am Dienstag hatte sich nur Israel sechs Stunden lang an eine von Ägypten vorgeschlagene Waffenruhe gehalten.

Die Zahl der getöteten Palästinenser im Gazastreifen ist inzwischen auf 227 gestiegen. 1685 weitere Menschen wurden verletzt, wie der Sprecher der örtlichen Rettungsdienste am Donnerstagmorgen mitteilte. Auf israelischer Seite wurde bislang ein Mensch bei einem Angriff mit Mörsergranaten aus dem Gazastreifen getötet.

Am Mittwoch waren am Stand von Gaza vier palästinensische Kinder im Alter von neun bis elf Jahren bei einem israelischen Angriff getötet worden. Eine Armeesprecherin sagte am Donnerstag, die Untersuchung des Vorfalls dauere an. Nach ersten Ergebnissen habe das Militär auf Hamas-Aktivisten abgezielt. Der Tod von Zivilisten seien „das tragische Resultat dieses Angriffs“, teilte die Armee mit. Die radikal-islamische Hamas habe die eigene Bevölkerung auf zynische Weise zu Geiseln des Konflikts gemacht, hieß es weiter.

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