Söder beim Papst : Kreuzpflicht in Bayern tritt in Kraft

<p>Markus Söder und das laut ihm nicht religiöse Zeichen.</p>

Markus Söder und das laut ihm nicht religiöse Zeichen.

Trotz aller Kritik: In Bayern gilt nun die von Ministerpräsident Markus Söder angeordnete Kreuzpflicht.

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01. Juni 2018, 07:26 Uhr

München | In Bayern gilt ab Freitag die umstrittene Kreuzpflicht für Landesbehörden. Auf Anordnung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) soll in allen Dienstgebäuden des Freistaates ein Kreuz im Eingangsbereich hängen. Damit soll nach dem Willen der Staatsregierung die christlich-abendländische Tradition Bayerns deutlich gemacht werden. Einzig Hochschulen, Theater und Museen sind von der Verpflichtung ausgenommen.

Die Regelung ist nicht nur in der Opposition auf Kritik gestoßen, selbst hochrangige Vertreter der Kirchen hatten mit Blick auf die Landtagswahl im Herbst vor einer Instrumentalisierung des Kreuzes für politische Zwecke gewarnt. Kardinal Reinhard Marx kritisierte, der Vorstoß sorge für „Spaltung und Unruhe“.

Die bayerische SPD-Chefin Natascha Kohnen forderte in der „Augsburger Allgemeinen“ die Abschaffung der Regelung. Der Vorstoß von Markus Söder sei ein reines „Wahlkampf-Manöver“.

Parallel zum Inkrafttreten des Erlasses trifft Söder am Freitag im Vatikan mit Papst Franziskus und dessen Vorgänger Benedikt XVI zusammen. Um 10.30 Uhr ist er im Apostolischen Palast zu einer Privataudienz bei Franziskus eingeladen, anschließend will er sich im Kloster Mater Ecclesiae mit Benedikt XVI. treffen.

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