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Kosten für Arzneimittel steigen rasant

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Allen Sparbemühungen zum Trotz sind die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) 2013 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Für Medikamente gaben die Kassen 32,1 Milliarden Euro aus, rund eine Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem neuen Arzneiverordnungs-Report hervor. „Die Arzneimittelpreise in Deutschland sind nach wie vor zu hoch“, sagte der Herausgeber und Pharmakologe Ulrich Schwabe. Für 2014 rechnen die Experten mit einem beschleunigten Anstieg. Bereits im ersten Halbjahr seien die Arzneimittelausgaben um 9,1 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro geklettert.

Hauptgrund sei die Senkung des Herstellerabschlages für patentgeschützte Medikamente. Dadurch komme auf die GKV ein Kostenschub von etwa einer Milliarde Euro zu. „Die von uns berechneten Einsparpotenziale sind nicht kleiner geworden, sondern vor allem bei den Patent-Arzneimitteln weiter gestiegen“, betonte Schwabe. Diese lägen bei rund zwei Milliarden Euro. Gegriffen hätten allerdings Überprüfungen neuer Arzneimittel mit dem Ziel, dass nur Mittel mit wirklichem Zusatznutzen auch mehr kosten dürfen. Die Preise neuer Medikamente würden nun 4,6 Prozent niedriger liegen als in Frankreich.

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erstellt am 23.Sep.2014 | 15:26 Uhr

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