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Kommunen warnen Gewerkschaften vor überzogenen Lohnforderungen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In der Tarifrunde 2014 für die über zwei Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen wollen sich die Gewerkschaften Verdi und dbb-Beamtenbund heute in Berlin auf eine gemeinsame Forderung verständigen. „Es muss einen Schluck aus der Pulle geben“, formulierte dbb-Vize Willi Russ die Vorstellungen der Gewerkschaften.

Im Vorfeld warnen die Kommunen die Gewerkschaften davor, mit hohen Lohnforderungen eine Privatisierungswelle zu provozieren. Besonders ein starkes Plus für untere Tarifgruppen ziehe unweigerlich die Auslagerung von Jobs nach sich, sagte der Präsident der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle. „Die Folge wäre ein Mehr an Ausgliederung und Privatisierung – zum Beispiel bei der Müllabfuhr und im Nahverkehr.“ Die Tariflöhne des öffentlichen Dienstes seien schon heute für einfache Tätigkeiten höher als in der Privatwirtschaft. Bei der Müllabfuhr seien es etwa 32 Prozent mehr als nach dem ebenfalls von Verdi abgeschlossenen Tarifvertrag für die private Entsorgungswirtschaft, sagte Böhle. Im Nahverkehr mache das Tarifgefälle 25 Prozent aus.

Nach einer Welle von Warnstreiks hatten sich die Tarifparteien bei der letzten Gehaltsrunde vor zwei Jahren auf die stufenweise Anhebung der Angestelltengehälter in den Kommunen und beim Bund um 6,3 Prozent verständigt. Für die 800 000 Angestellten der Länder war 2013 ein Plus von 5,6 Prozent vereinbart worden, in Stufen und über einen Zeitraum von zwei Jahren verteilt.

Der Verhandlungsführer der dbb-Tarifunion, Russ, plädierte für eine „lineare Lohnerhöhung, die überall wirksam wird – in den unteren wie oberen Einkommensgruppen“. Im Ergebnis dürfe man nicht hinter dem zurückbleiben, was 2013 abgeschlossen wurde. „Wenn es am Verhandlungstisch nicht geht, muss man den Konflikt auf die Straße bringen“, drohte Russ.

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erstellt am 10.Feb.2014 | 17:48 Uhr

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