Königliche Festwochen

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16. Mai 2014, 12:36 Uhr

Feste soll man feiern wie sie fallen. Will sagen, wenn Egon Müller am 18. Mai Geburtstag hat, dann wird am selben Tag das Fass aufgemacht. Von einem gewissen Alter an sind Geburtstagsfeiern ohnehin ziemlich unerfreuliche Veranstaltungen. Einen Prominenten erkennt man daran, dass er oder sie den Geburtstag nicht am Tag der Geburt feiert, sondern Wochen oder gar Monate später. Das berühmteste Beispiel ist die britische Queen. Sie wurde am 21. April 1926 geboren, doch da es an diesem Tag seit 88 Jahren regnet, sind die Feierlichkeiten in den Juni verschoben worden. Dann regnet es nämlich in manchen Jahren nicht.

Gerhard Schröder, der einstige König von Deutschland, unterscheidet sich dadurch, dass er seine Huldigungen zum 70. Geburtstag über mehrere Wochen, dazu an verschiedenen Orten hinzieht. Als man dachte, die Feierei sei endlich vorbei, da wurde bekannt, dass es doch noch weitergeht. Jemand hatte gedroht, die ganze Festgesellschaft in die Luft zu jagen. Eine solche Lösung des Problems darf man zwar denken, aber weder sagen noch drohen, zumal Freund Putin diesmal gar nicht mit an der Tafel saß.

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