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Gauck-Nachfolge : Keine Taktikspiele – Doch diese Kandidaten sind schon im Bundespräsidenten-Rennen

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Wer folgt auf Joachim Gauck? Ralf Stegner warnt vor Taktikspielchen. Doch das Kandidaten-Karussell dreht sich schon.

Wer wird Deutschlands nächster Bundespräsident? Nach dem Verzicht von Joachim Gauck auf eine weitere Amtszeit kursieren mehrere Namen. Die die Nachfolgedebatte ist in vollem Gange.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner warnt vor taktischen Spielen bei der Suche nach einem Nachfolger. Da keine Partei eine Mehrheit in der Bundesversammlung habe, sei es wichtig, dass mit allen gesprochen werde, sagte er am Dienstagmorgen im ZDF. Ob der Nachfolger „am Ende jemand ist, der einer Partei angehört oder auch nicht, das sollte genauso wenig vorher festgelegt werden wie ob das ein Mann oder eine Frau ist.“ Stegner fügte an: „Es muss eine Persönlichkeit sein, die gerade in diesen Zeiten Integrationskraft hat und den Menschen Orientierung gibt.“ Der schleswig-holsteinische SPD-Fraktionschef sagte: „Jeder, der jetzt Namen ins Spiel wirft, der trägt eigentlich nur dazu bei, dass diejenigen es nicht werden.“

Die „Bild“ berichtete unter Berufung auf Führungskreise der Partei, die SPD wolle mit einem eigenen Kandidaten abwarten, bis Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Vorschlag unterbreite. Erst danach werde entschieden, ob es Chancen für eine überparteiliche Zusammenarbeit gebe oder nicht.

Der Grünen-Vorsitzende Chef Cem Özdemir sprach sich gegen eine Auswahl von Kandidaten nach Parteienkalkül aus. „Wir brauchen einen Präsidenten, der das gesamte Land zusammenhält“, sagte Özdemir in Berlin. Er rate dringend dazu, dies bei Personalvorschlägen zum Maßstab zu machen - und nicht etwa, dass die Koalition oder die Union damit gut leben könnten.

Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht forderte die SPD auf, Position für einen künftigen Bundespräsidenten mit sozialer Ausrichtung zu beziehen. „Eine solche Persönlichkeit würde die Linke auf jeden Fall unterstützen, und wenn die SPD den Mut hätte, sie mit uns und den Grünen gemeinsam durchzusetzen, wäre das ein wichtiges Signal“, sagte Wagenknecht in Berlin. Seit Jahren wachse in Deutschland die soziale Ungleichheit, die Mittelschicht werde schmaler, Armut nehme zu. „Ein Bundespräsident, dem die Wiederherstellung des Sozialstaats ein zentrales Anliegen ist, und der die soziale Dimension von Freiheit begreift, täte der politischen Debatte in unserem Land sehr gut“, meinte Wagenknecht.

Bislang drehen sich diese Politiker im Kandidaten-Karussell: Stimmen Sie ab, wen würden Sie sich als Bundespräsidenten wünschen?

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erstellt am 07.Jun.2016 | 10:21 Uhr

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