US-Wahlkampf : Kein Rollentausch: Michelle Obama will nicht Präsidentin werden

Oft im Mittelpunkt: Michelle Obama grüßt vor Beginn der Rede zur Lage der Nation ihres Ehemanns aus den Zuschauerrängen im US-Kongress.
Oft selbst im Mittelpunkt: Michelle Obama grüßt vor Beginn der Rede zur Lage der Nation ihres Ehemanns aus den Zuschauerrängen im US-Kongress.

Wähler bringen die Frist Lady für die kommende Wahl als Kandidatin ins Gespräch. Barack Obama schließt dies kategorisch aus.

shz.de von
15. Januar 2016, 11:30 Uhr

Baton Rouge | In den USA gibt es ein Sprichwort: Nichts sei so sicher wie der Tod und die Steuer, heißt es. US-Präsident Barack Obama fügte dieser Aufzählung nun einen weiteren Punkt hinzu. Ebenso sicher sei, dass seine Frau Michelle nicht als seine Nachfolgerin im Weißen Haus antreten werde. Er reagierte damit auf öffentliche Fragen von Wählern in Baton Rouge im US-Bundesstaat Lousiana, die die First Lady als Kandidatin der demokratischen Partei ins Gespräch brachten.

Am 8. November wählen die US-Amerikaner ihren nächsten Präsidenten. Bis jetzt stehen die Kandidaten der beiden großen Parteien Republikaner und Demokraten noch nicht fest. Amtsinhaber Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

<center><blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">.<a href="https://twitter.com/POTUS">@POTUS</a>: “There are three things that are certain in life: death, taxes, and Michelle is not running for president.”&#10;<a href="https://t.co/hPq0eKFxUd">https://t.co/hPq0eKFxUd</a></p>&mdash; CSPAN (@cspan) <a href="https://twitter.com/cspan/status/687681635924361216">14. Januar 2016</a></blockquote>

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Michelle Obama ist seit sieben Jahren eine ebenso beliebte wie politische First Lady. Sie engagiert sich unter anderem überaus erfolgreich gegen Fettleibigkeit von Kindern, für Bildung sowie und für Angehörige des US-Militärs. Auch zu außenpolitischen Themen äußerte sie sich, etwas zur Entführung von jungen Frauen und Mädchen durch die Terrororganisation Boko Haram in Nigeria. Meinungsforscher in den USA trauen der First Lady gute Chancen bei den Wählern zu.

<center><blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">Our prayers are with the missing Nigerian girls and their families. It&#39;s time to <a href="https://twitter.com/hashtag/BringBackOurGirls?src=hash">#BringBackOurGirls</a>. -mo <a href="http://t.co/glDKDotJRt">pic.twitter.com/glDKDotJRt</a></p>&mdash; The First Lady (@FLOTUS) <a href="https://twitter.com/FLOTUS/status/464148654354628608">7. Mai 2014</a></blockquote>

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<center><blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">Worth sharing: New study proves healthier school lunches are working→ <a href="https://t.co/Rgup5DGcUx">https://t.co/Rgup5DGcUx</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/LetsMove?src=hash">#LetsMove</a> <a href="https://t.co/S5BqU95pt3">pic.twitter.com/S5BqU95pt3</a></p>&mdash; The First Lady (@FLOTUS) <a href="https://twitter.com/FLOTUS/status/684462381586485248">5. Januar 2016</a></blockquote>

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Dass eine Kandidatur nicht ganz abwegig ist, zeigt das Beispiel Hillary Clinton. Die Frau von Ex-Präsident Bill Clinton startete nach dessen Amtszeit ihre eigene politische Karriere und war unter anderem Außenministerin von Barack Obama. Nun bemüht sie sich, wie bereits 2008, um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.

Michelle Obama hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach eine eigene Kandidatur für Wahlämter abgelehnt. Allerdings haben weder sie noch ihr Mann sich bisher über Pläne für ihre Zeit nach dem Weißen Haus geäußert. Beim Amtswechsel im Januar 2017 wird Barack Obama wird 55 Jahre alt sein, Michelle 53.

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